Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Instinkt, der

Instịnkt, der; -(e)s, -e
lat.
1. angeborener Trieb zu lebensnotwendigen Handlungen, Naturtrieb: der I. der Selbsterhaltung, Fortpflanzung; der mütterliche I.; ein normaler, dunkler, dumpfer, tierischer, höherer I.; das Tier läßt sich von seinem I. leiten, folgt, gehorcht seinem I., verläßt sich auf seinen I., tut etw. aus I.; die Flucht ist vom I. bestimmt; Tiere haben einen besseren Instinkt als Menschen Weyrauch Dialog 43; Nach Pawlow sind Reflex und Instinkt nicht verschieden Forsch. u. Fortschr. 1955 ein niederer I. ein schlechter Trieb im Menschen: die niederen Instinkte wachrufen, wecken; er war niederen, schmutzigen Instinkten unterworfen; entfesselte Instinkte; diese Art der Lektüre appelliert an die niedrigsten, schlechtesten Instinkte;
2. sicheres Gefühl, Ahnungsvermögen: ein innerer, sicherer, richtiger, gesunder, feiner, untrüglicher, schöpferischer I.; mit feinem I. traf, wählte er das Richtige, vermied er dieses Thema; ihr I. warnte sie, bewahrte sie vor ihm, hielt sie davon zurück; für eine, in einer Sache I. zeigen, haben, besitzen, beweisen; ich kann mich in dieser Angelegenheit auf meinen I. verlassen;

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Zitationshilfe
„Instinkt“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Instinkt>, abgerufen am 10.08.2020.

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