Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Jammer, der

Jammer, der; -s, /ohne Pl./
1. das Wehklagen: ein lauter, herzzerreißender J.; J. erhebt sich; ihr J. schallte durch das ganze Haus; in J. und Tränen ausbrechen; die Stadt [war] erfüllt / Von Brand und Jammer Brecht Kaukas. Kreidekreis 2
2. Leid, Elend: ein großer, tiefer, brennender, unbeschreiblicher J.; der J. der Kreatur; er bot ein Bild des Jammers; Der Menschheit ganzer Jammer faßt mich an Goethe Faust I 4406; jmdm. seinen J. klagen; mit seinem J. fertig werden; sie weinten vor J.; sie war ganz aufgelöst vor J.; die Brust voll Schmerz und Jammer Kleist 3,169 (Kohlhaas) ; umg. o. J.!; das ist ein J.; wie lange soll der ewige, alte J. mit seinen Schulden noch so weitergehen?; es ist ein wahrer J., das mit ansehen zu müssen; salopp /drückt große Unzufriedenheit aus/ es ist ein J. um die verlorene Zeit, damit, mit ihm; ein J. (schade), daß ich nicht daran gedacht habe

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Zitationshilfe
„Jammer“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Jammer>, abgerufen am 18.02.2020.

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