Joch, das; -(e)s, -e/ -
1. /Pl.Joche/ zum Geschirr gehörendes Querholz, das Zugtiere über dem Nacken tragen: das J. auflegen, abnehmen; Ochsen, Pferde in, unter das J. spannen;
2. /übertr.; Pl.Joche; ungebräuchl./ drückende Last, Knechtschaft: ein schweres, bitteres, tyrannisches J.; das J. der täglichen Pflichten; das J. der Ausbeutung, des Imperialismus; scherzh. das J. der Ehe; jmdm. ein J. auferlegen, aufzwingen; ein J. auf sich nehmen; nimmer lud sie / Das Joch sich auf, dem ich mich unterwarf Schiller Stuart II 9; sie haben kein leichtes J. zu tragen; sein J. abschütteln, abwerfen; sich einem J. beugen; die Bauern bäumten sich gegen das feudale J. auf; ein Volk vom kolonialen J. befreien; im J. angestrengtester Arbeit sein; jmdn. unter ein J. zwingen; unter einem harten J. seufzen;
3. /Pl.Joch/ ein Gespann Zugtiere: zwei J. Ochsen; /bildl./ etliche vorlaute Bursch' … fragten den Obersten, wie teuer der Fürst das Joch Menschen verkaufe? Schiller Kabale II 2; veralt. Maßeinheit einer Fläche, die mit einem Ochsengespann an einem Tag gepflügt werden kann: zehn J. Acker;
4. /Pl.Joche/ Geogr. Einsattelung in einem Gebirgskamm, Gebirgspaß: ein hochgelegenes, verschneites J.; das Stilfser J.; Dort … schoß ein Gewimmel mächtiger Joche und Rücken gegeneinander Stifter 1,67 (Hochwald) ; über Joche und Berge wandern;

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