Kühle, die; -, /ohne Pl./
1. das (erfrischende) Kühlsein, die (angenehme) Frische: die K. des Morgens, Abends, der Nacht; herbstliche K.; nach dem Gewitter, im Wald herrschte eine erfrischende, köstliche K.; durch das offene Fenster strömte eine angenehme K. ins Zimmer; Schon weht feuchte Kühle übers Feld A. Zweig Erziehung 190
2. kühles Wesen
a) Zurückhaltung, Frostigkeit: von ihr geht, sie strahlt K. aus; Auf die Dauer war es ihm ärgerlich … von Ablehnung und Kühle umgeben zu sein Hesse 5,45 (Narziß) der Redner wurde mit großer K. empfangen; er antwortete mit höflicher K.; er fühlte die K., mit der sie sich verabschiedete; Er war frappiert über die Kühle, mit der ich die Nachricht aufnahm Bebel Aus meinem Leben 386
b) Nüchternheit, Besonnenheit: Die beiden führten ihr Gespräch mit fachlicher Kühle weiter Uhse Patrioten 1,405

Kuhle, die; -, -n
(kleinere) grubenartige Vertiefung: eine tiefe, große, kleine, flache K.; sumpfige, verschlammte Kuhlen auf den Wiesen; in den Kuhlen steht noch das Wasser vom letzten Regen; das Kaninchen scharrt sich /Dat./ eine K.

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