Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Kühle, die

Kühle, die; -, /ohne Pl./
1. das (erfrischende) Kühlsein, die (angenehme) Frische: die K. des Morgens, Abends, der Nacht; herbstliche K.; nach dem Gewitter, im Wald herrschte eine erfrischende, köstliche K.; durch das offene Fenster strömte eine angenehme K. ins Zimmer; Schon weht feuchte Kühle übers Feld A. Zweig Erziehung 190
2. kühles Wesen
a) Zurückhaltung, Frostigkeit: von ihr geht, sie strahlt K. aus; Auf die Dauer war es ihm ärgerlich … von Ablehnung und Kühle umgeben zu sein Hesse 5,45 (Narziß) der Redner wurde mit großer K. empfangen; er antwortete mit höflicher K.; er fühlte die K., mit der sie sich verabschiedete; Er war frappiert über die Kühle, mit der ich die Nachricht aufnahm Bebel Aus meinem Leben 386
b) Nüchternheit, Besonnenheit: Die beiden führten ihr Gespräch mit fachlicher Kühle weiter Uhse Patrioten 1,405

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Zitationshilfe
„Kühle“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Kühle>, abgerufen am 28.07.2021.

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