Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Kader, der, das

Kader, der, schweiz. das; -s, -
franz.
1. /Kader, der, schweiz. das / (planmäßig herangebildeter) Stamm
a) Neubedeut. von Personen mit wichtigen Funktionen, von Nachwuchskräften, von Fachleuten auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens: ein K. junger Wissenschaftler leistet in diesem Betrieb wertvolle Forschungsarbeit; der K. einer Partei; wird in wenigen Jahren in den Laboratorien und Maschinensälen das Kader der Wissenschaftler und Spezialisten fehlen Schweizer Tageszeitung 1958
b) einer Truppe, der meist aus Berufssoldaten, bes. Offizieren und Unteroffizieren, besteht: In Wiener=Neustadt allerdings war der Kader, dem ich das Regiment übergeben wollte … längst auseinandergelaufen Brod Frau 102 K. aufstellen;
c) Neubedeut. Sport von Sportlern, der für einen Wettkampf, ein Spiel in Frage kommt: N zählt zum K. für die nächsten Europameisterschaften;
2. /Kader, der; meist im Pl./ Neubedeut. Angehöriger von 1 a–c: technische, wissenschaftliche, wirtschaftliche K.; leitende, mittlere K.; die K. der Industrie, Wirtschaft, Armee, eines Betriebes; die führenden K. der Partei; qualifizierte, wissenschaftlich geschulte K.; Tausende junger Kader nehmen alljährlich nach vollendeter Ausbildung die wissenschaftliche Arbeit auf Tageszeitung DDR 1953; K. heranbilden, einsetzen; Wir haben sichere Kader ausgesucht Brecht Commune 10; N ist ein hervorragender K.;

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