kalk-, Kalk-:
-arm /Adj./ wenig Kalk enthaltend, Ggs. kalkreich: ein k. Boden;
-boden, der kalkhaltiger Boden: diese Pflanze gedeiht nur auf K.;
-brenner, der Techn.;
-brennerei, die Techn.;
-dünger, der Dünger, der zum überwiegenden Teil aus Kalziumverbindungen besteht;
-düngung, die
   1. das Düngen mit Kalkdünger
   2. Kalkdünger;
-farbe, die mit Kalkmilch vermischte Mineralfarbe, die zum Anstreichen und Desinfizieren verwendet wird: d. Haus, Zimmer mit K. streichen;
-felsen, der;
-gebirge, das: der Jura ist vorwiegend ein K.;
-gehalt, der: ein Boden mit geringem K.; den Gehalt eines Düngemittels an Kalzium bezeichnet man als K.;
-grube, die Grube, in der Kalk gelöscht und aufbewahrt wird: die K. war mit Brettern abgedeckt;
-haltig /Adj./ Kalk enthaltend: k. Boden, Lehm, Gestein, Wasser;
-mangel, der Mangel an Kalk: an K. leiden; die grüne Färbung des Bodens ist ein Zeichen von K.;
-milch, die fachspr. mit reichlich Wasser vermischter, gelöschter Kalk, der zum Anstreichen und Desinfizieren verwendet wird: d. Haus, Stall mit K. tünchen, weißen;
-mörtel, der aus gebranntem Kalk, Sand und Wasser angerührter Mörtel, der zum Bauen und Putzen verwendet wird;
-ofen, der Techn.
   1. Ofen, in dem Kalkstein gebrannt wird
   2. Kalkbrennerei;
-präparat, das Arzneimittel, das lebensnotwendige Kalziumverbindungen enthält: der Arzt verordnete dem Kind ein K.;
-reich /Adj./ viel Kalk enthaltend, Ggs. kalkarm: k. Boden;
-sinter, der Min. heller, poröser Kalkstein, der sich aus kalkhaltigem Sicker- und Quellwasser absetzt, Kalktuff;
-spat, der Min. sehr verbreitetes, meist farbloses, oft wasserklares Mineral, das sehr formenreich und gut spaltbar ist;
-stein, der weitverbreitetes, verschiedenfarbiges Sedimentgestein, das als Rohstoff für die chemische Industrie und die Bauindustrie dient;
-stickstoff, der Chem.: K. dient als Düngemittel;
-tuff, der Min. Kalksinter;
-wand, die; (weiß) gekalkte Wand: er sah weiß wie eine K. aus;
-wasser, das Chem. Lauge aus gefilterter Kalkmilch, die zum Nachweis von Kohlendioxid verwendet wird;
-weiß /Adj./ weiß wie Kalk: k. Räume, Wände, Eier; ihr Gesicht wurde plötzlich k.; Der Silvan war kalkweiß vor Ingrimm O. M. Graf Unruhe 67;
-werk, das Werk, in dem Kalkstein verarbeitet wird: er arbeitet im K.


Farbe, die; -, -n
   1. durch Lichtstrahlen bestimmter Wellenlänge hervorgerufene Erscheinung vor dem Auge
   a) die rote, grüne, gelbe, weiße F.; eine helle, lichte, grelle, düstere, dunkle, matte F.; bunte, warme, kalte, weiche, harte, zarte, satte, lebhafte, frische, kräftige, leuchtende, schreiende, gedeckte, gedämpfte, stumpfe Farben; die Farben des Regenbogens, Sonnenspektrums; die F. des Pullovers steht ihr gut; die Farben der Möbel, Gardinen und Tapeten sind aufeinander abgestimmt, passen gut zusammen, umg. beißen sich (passen nicht zueinander)⌉; die Farben des Kleides sind verblaßt, verschossen; welche F. hat dein neuer Mantel?; der Stoff gefällt mir gut in F. und Muster; Schihosen, Anoraks in modischen Farben; die Gladiolen leuchten in den herrlichsten Farben; der Edelstein glitzert, schillert, spielt in allen Farben; Gesichtsfarbe: eine gesunde, frische, krankhafte, blasse F. haben; bei dieser Nachricht, plötzlich, vor Zorn wechselte er die F. (bekam er eine andere Gesichtsfarbe); seine Bestürzung war so groß, daß die F. aus seinen Zügen wich, sein Gesicht alle F. verlor (er blaß, bleich wurde); nur langsam bekam er nach der Krankheit wieder (etwas, eine bessere) F.; Und das ist Glen, die hatte immer so trübselige Farben (Kleidung in trübseligen Farben) an Gaiser Schlußball 31; diese F. (Kleidung in dieser Farbe) steht ihr gut
   b) Buntheit im Ggs. zu weiß, schwarz: das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, zum Teil in F.; Aber die Sonne duldet kein Weißes: / ... Alles will sie mit Farben beleben Goethe Faust I 913
   c) /als Symbol
   α) für eine Nation; Sg. ungebräuchl./ die Farben des Landes, der Republik; die französischen Farben; das Flugzeug trug die amerikanischen Farben; er wird für die deutschen Farben starten, hat den Sieg für die deutschen Farben errungen
   β) für eine Partei/ die F. (Partei) wechseln; Die Bayernpartei, von den Journalisten aller Farben ... als Lieferantin kräftiger Pointen geschätzt Tageszeitung BRD 1956
   γ) für eine Verbindung, Vereinigung, Mannschaft; Sg. ungebräuchl./ die Farben der studentischen Verbindung, des Tanzkreises, der Handballmannschaft sind grün-weiß, blau-rot
   δ) für einen Begriff/ die F. der Hoffnung ist Grün; Rot ist die F. der Liebe
   d) /übertr./ als durch einen Zufall eine ganz neue Farbe (etwas ganz Neues) in sein Dasein kam Hesse 1,639; Ausdruckskraft: daß landschaftliche Sprachformen bis in die Schriftsprache vordringen und ihr Farbe geben Sprachdienst 1964; seine Theaterberichte hatten keine F.; Leben, Lebendigkeit: In dürren Zeitungsnotizen spuken die Namen solcher Gefährten, die im Buch vielleicht ein wenig Saft und Farbe bekamen Seghers 1,94 (Gefährten); erst in der zweiten Halbzeit kam F. in das Spiel; Mus. Klangfarbe: der Komponist brachte die Variationen in verschiedenen Farben
   2. färbendes Mittel: blaue, weiße, dunkelgrüne, hellbraune F.; eine echte, unechte, natürliche, künstliche, flüssige, pulverförmige F.; dicke, verdünnte, wässerige, in Terpentin lösliche, lichtbeständige, kochechte, gesundheitsschädliche, giftige Farben; die Farben der Decke sind beim Waschen ausgegangen, ausgelaufen; die F. hat bereits gebunden, deckt (gut), blättert, bröckelt, platzt von den Wänden (ab); Farben mischen, einrühren, mit Wasser anrühren; die Farben des Gemäldes auffrischen; der Stoff hat die F. gut, nicht angenommen; eine F. (dick, dünn) auftragen; Leim ist ein Bindemittel für Farben; es riecht nach F.; /bildl./ etw., d. Zukunft, Reise ins Ausland in den rosigsten, schillerndsten, verlockendsten Farben (besonders günstig) darstellen, schildern, in den dunkelsten, düstersten, schwärzesten Farben (besonders ungünstig) ausmalen; veralt. F. halten treu, beständig sein: Und hat sich keinen Freund damit, nicht einen / Erkauft, der in der Not ihm Farbe hielt! Schiller Wallenst. Tod IV 2
   3. /Bezeichnung für jede der vier parallelen Reihen der Spielkarten/ welche F. ist Trumpf?; eine F. ausspielen, anspielen; F. zugeben, bedienen; /übertr./ umg. F. bekennen (seine wahre Meinung offenbaren)
zu 1 a /in Verbindung mit Teilen des menschlichen Körpers, z. B./ Augen-, Gesichts-, Haar-, Hautfarbe; /ferner in/ Anlauf-, Fehl-, Haupt-, Holz-, Kontrast-, Lieblings-, Mode-, Normal-, Regenbogen-, Spektral-, Stubenfarbe zu 1 c α Bundes-, Landes-, Nationalfarben zu 1 d Klangfarbe zu 2 /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Deck-, Druck-, Grundier-, Leucht-, Stempel-, Tarn-, Tuschfarbe; /in Verbindung mit Bindemitteln, z. B./ Lack-, Leim-, Öl-, Temperafarbe; /in Verbindung mit Metallen und Materialien, z. B./ Blei-, Eisen(oxyd)-, Emaille-, Kalk-, Leder-, Metall-, Stoff-, Teerfarbe; /ferner in/ Anilin-, Aquarell-, Drucker-, Grund-, Künstler-, Mineral-, Lasur-, Pastell-, Plakat-, Schutz-, Speise-, Spezial-, Wasserfarbe zu 1 a u. 2 /in Verbindung mit Farbbezeichnungen, z. B./ Azur-, Champagner-, Elfenbein-, Ocker-, Zitronenfarbe; /ferner in/ Bronze-, Komplementär-, Misch-, Naturfarbe

Zitationshilfe
„Kalkfarbe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Kalkfarbe>, abgerufen am 21.04.2018.

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