Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Kram, der

Kram, der; -s, /ohne Pl./
salopp
1. oft abwertend irgendwelche nicht näher bezeichneten, wertlosen Gegenstände, Krempel, Zeug: alter, unnützer, wertloser K. lag auf dem Boden herum; auf dem Tisch liegen Werkzeuge, Blechstücke, Büchsen und sonstiger K.; er wühlte in dem K.; wir haben den ganzen K. billig erworben; ich weiß nicht wohin mit dem K.; was sollen wir mit dem K.?; in den Läden wird viel unnützer K. (unnütze Waren) angeboten Habseligkeiten: er packte seinen K. zusammen, konnte mit dem ganzen K. nichts anfangen; laß deinen K. nicht überall herumliegen!; hängt sie sehr an ihrem alten K.?;
2. oft abwertend irgendeine nicht näher bezeichnete Angelegenheit, irgendwelche nicht näher bezeichneten Angelegenheiten: ich will von diesem K. nichts mehr hören; hoffentlich bringen wir den ganzen K. schnell hinter uns; es wird mir ernst sein mit Humanität und historischem Fortschritt und all dem Kram Noll Holt 2,442; der berufliche, tägliche K.; er breitet seinen K. gern vor allen Leuten aus (behelligt alle mit seinen Angelegenheiten) ich habe diesen K. gründlich satt!; er verlor die Geduld und schmiß, haute den ganzen K. hin (gab die Arbeit auf) sie hätte ihrem Vorgesetzten am liebsten den ganzen K. vor die Füße geworfen; mach doch deinen K. alleine!; diese Änderungen passen mir gar nicht in den, in meinen K. (kommen mir ganz ungelegen) ; rede mir nicht dauernd in meinen K. hinein!
3. K. (Umstände, Aufheben) machen: macht wegen uns nicht so viel K., wir sind mit einem einfachen Essen zufrieden! mit ihm werden wir nicht viel K. machen; mach (doch) nicht so viel K. (danke mir nicht), meine Hilfe war selbstverständlich! mach (bloß) keinen K. (sträube dich nicht), alle warten auf dich

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