Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Kummer, der

Kummer, der; -s, /ohne Pl./
trauriger, niedergedrückter Gemütszustand, seelischer Schmerz, Gram: (ein) nagender, quälender, großer K.; K. und Sorge; ein geheimer K. zehrte an ihr; K. bedrückt sein Herz; Er weiß, wie schwer Kummer auf ein Kinderherz drücken kann Kästner Lottchen 109; jmdm. K. antun, bereiten, machen, ersparen; seinen K. betäuben, umg. im Alkohol ertränken, im Wirtshaus ersäufen; geh. viel K. (in seinem Leben) erfahren haben; jmds. Gesicht, Miene drückt K. aus; sie hat (großen) K.; aus, vor K. (über etw.) krank werden, sterben; geh. vom K. verzehrt werden; er schien von K. gebeugt; umg. zu meinem großen K. (Ärger) bekam ich keine Karte mehr für das Konzert das wird mir wenig, darüber werde ich mir wenig K. machen (ich werde mir nicht viel daraus machen)! das ist mein geringster K. (anderes ist viel schwieriger)! umg. was hast du denn für K. (Sorgen)? wir sind (ja, an) K. gewöhnt (solche Unannehmlichkeiten sind wir gewöhnt)!

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