Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Länge, die

Länge, die; -, -n
1. /Pl. ungebräuchl./ räumliche Ausdehnung in einer Richtung, Ggs. Breite
a) /mit einer Maßangabe/ eine Straße von drei Kilometer L.; Bretter auf zwei Meter L. schneiden;
b) /ohne Maßangabe/ die L. von etw. messen; ein Brett der L. nach durchsägen;
2. /Pl. ungebräuchl./ das Langsein, das ausgedehnte Ausmaß: eine solche, diese L. habe ich noch nie gesehen; in seiner ganzen L. stand er auf, reckte er sich auf; der L. nach, lang in voller Größe, längelang: er fiel, schlug der L. lang hin; ich lag plötzlich der L. nach im Schnee;
3. /ohne Pl./ die geographische L. Abstand eines Ortes der Erdoberfläche vom Nullmeridian in Greenwich: die geographische L. eines Ortes auf der Landkarte feststellen; dieser Ort liegt auf dem 20. Längengrad östlicher L. /Abk.: ö. oder östl. L./ (auf dem 20. Längengrad östlich von Greenwich) ; jener Ort liegt auf dem 20. Längengrad westlicher L. /Abk.: w. oder westl. L./
4. Sport /Maßeinheit/ Pferdelänge: beim Derby gewann ein Außenseiter mit einer halben L. (Vorsprung); die Verfolger wurden beim Rennen um einige Längen abgeschlagen; Bootslänge: das Boot siegte mit einer halben L.;
5. relativ große zeitliche Ausdehnung: die L. einer Winternacht, eines Sommertages; die L. eines Vortrages, einer Aufführung; auf die L. gesehen (auf lange Zeit) ist das richtig die Verhandlungen wurden unnötig in die L. gezogen, zogen sich in die L.; /Sg. ungebräuchl./ der Film hat einige Längen (ist zum Teil langatmig) in dem Stück kam es zu einigen Längen

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Zitationshilfe
„Länge“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Länge>, abgerufen am 04.08.2020.

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