Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Lärm, der

Lärm, der; -(e)s, /ohne Pl./
1. laute Geräusche verschiedenster Art, Krach: ein unbeschreiblicher, schrecklicher, entsetzlicher, unerträglicher, ohrenbetäubender, ruhestörender, ungewöhnlicher, großer L.; von draußen dringt L. herein; der L. schwillt an, ab; es war ein L., daß man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte; der L. verebbt; der L. der Motoren muß gemindert, bekämpft werden; der L. der Großstadt, Düsenflugzeuge; kannst du bei solchem L. arbeiten?; den L. überschreien; umg. L. machen, schlagen
2. /übertr./ umg. Aufsehen, Gerede, Geschrei: Dem Lärm in der französischen Presse folgte der Lärm in der deutschen Bebel Aus meinem Leben 376; /sprichw./ viel L. um nichts (viel Gerede um eine geringfügige Sache) L. machen, schlagen viele Worte machen: mach keinen L., ich gehe schon; er hat die Gewohnheit, bei jeder Kleinigkeit L. zu schlagen; von etw., für jmdn. L. schlagen: daß er, um seine Brüder und Vettern um ihr Erbe besorgt zu machen … von seiner Heirat Lärm schlage Tralow Kepler 225; er schlug für ihn L., um Hilfe zu erbitten;

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Zitationshilfe
„Lärm“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Lärm>, abgerufen am 10.08.2020.

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