Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Löffel, der

Löffel, der; -s, -
1. /Verkl.: Löffelchen/ kleines Gerät zum Schöpfen, das aus einem Stiel und einem breiteren, muldenförmigen Teil besteht: ein großer, kleiner, kurzer, hölzerner, silberner, verchromter L.; einen L. voll Zucker; ein L. Medizin, Suppe; sie rührte die Soße mit drei vollen, gehäuften Löffeln Mehl an; das Kind bekam täglich einen gestrichenen L. voll Lebertran; sie besitzt ein Dutzend L.; er nimmt den L. zur Hand, führte den L. zum Mund, rührt mit dem L. im Brei, leckt den L. ab; /bildl./ umg. der Kaffee ist so stark, daß der L. drin steht; /übertr./ salopp er tut, als hätte er die Weisheit mit Löffeln gefressen (dünkt sich sehr klug) er hat sich über den L. barbieren, landsch. balbieren⌝ lassen (ist in plumper Weise betrogen worden)
2. Jägerspr. Ohr des Hasen, Kaninchens: der Hase stellte, spitzte die L.; /übertr./ salopp Ohr des Menschen: er spitzte die L. (hörte aufmerksam zu) du wirst gleich eins hinter die L. kriegen (eine Ohrfeige erhalten) schreib' dir das hinter die, deine L. (merke es dir)!

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Zitationshilfe
„Löffel“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Löffel>, abgerufen am 14.08.2020.

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