Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Löwe, der

Löwe, der; -n, -n
1. gelbbraunes, in seinen männlichen Vertretern durch eine mächtige Mähne ausgezeichnetes, großes, katzenartiges Raubtier Afrikas, das seiner Kraft und Kühnheit wegen als Sinnbild der Stärke und des Mutes gilt: einen Löwen jagen, erlegen; der L. brüllt, schüttelt seine Mähne; der L. schlägt, reißt ein Zebra, fällt einen Menschen an; in der Fabel ist der L. der König der Tiere; sie kämpfen wie die Löwen (tapfer und verbissen) als Lamm habe er sein Leben begonnen, wie ein Löwe wolle er es enden Zuchardt Stunde 53; umg. brüllen wie ein (hungriger) L. (sehr laut brüllen) auf jmdn. losgehen wie ein gereizter L.; steinerne Löwen bewachen das Portal des Schlosses; /dient als Wappen/ ein weißer, roter, geflügelter L.; /bildl./ der Große, Kleine L. /Sternbilder/; umg. er ist ein L. (ist im Tierkreiszeichen Löwe geboren) /übertr./ sich in die Höhle des Löwen begeben, wagen (beherzt, unerschrocken eine gefürchtete Person aufsuchen)
2. scherzh. veraltend Mensch, der (für kurze Zeit) im Mittelpunkt gesellschaftlicher Aufmerksamkeit steht: er war der (unumstrittene) L. (Held) des Abends, Salons, der Gesellschaft Er [der Obrist] ward schnell zum Löwen des Tages Kügelgen Jugenderinnerungen 118

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Zitationshilfe
„Löwe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Löwe>, abgerufen am 10.08.2020.

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