Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Leber, die

Leber, die; -, -n
größte, lebenswichtige Drüse, die im rechten Oberbauch des Menschen und der Wirbeltiere liegt, Galle absondert und überwiegend der Entgiftung dient: eine gesunde, kranke, geschwollene L.; die Funktion der L. ist gestört; die L. sondert Galle ab; seine L. ist entzündet; mich schmerzt die L.; umg. er hat es mit der L. (er ist leberkrank) bitte einmal L. mit Kartoffelbrei; /bildl./ umg. eine durstige, trockene L. haben (gern trinken) /übertr./ salopp d. Ärger, Zorn frißt ihm an der L. (verursacht ihm Kummer) dir ist wohl eine Laus über die L. gelaufen (du hast wohl schlechte Laune)? frisch, frei von der L. weg (ohne jede Hemmung) sprechen; sich /Dat./ den Ärger von der L. reden (sich vom Ärger befreien, indem man sich offen ausspricht) es muß herunter von der L. (es soll nicht länger verschwiegen werden)

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Zitationshilfe
„Leber“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Leber>, abgerufen am 04.08.2020.

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