Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Leiche, die

Leiche, die; -, -n
1. toter menschlicher oder tierischer Körper: eine L. begraben, beisetzen, verbrennen, exhumieren, identifizieren; die L. wurde öffentlich aufgebahrt, in die Heimatstadt überführt; im Wasser trieb die L. eines Hundes; die Passagiere des abgestürzten Flugzeugs konnten nur noch als Leichen geborgen werden; verstümmelte Leichen; er ist blaß wie eine L.; salopp wie eine wandelnde, lebende L. (sehr blaß, elend) aussehen /bildl./ nach zehn Flaschen Bier war er eine L. (stark betrunken) er geht über Leichen (nimmt keinerlei Rücksicht auf andere) umg. nur über meine L. (das geschieht nicht, solange ich lebe)! aber nur über meine Leiche kommt ihr ins Billardzimmer Böll Billard 39
2. Begräbnis, Leichenbegängnis: süddt. österr. veraltend es war eine schöne, große L.; Das war die letzte Leiche; von nun an geh ich zu keiner mehr Wasserm. Gänsemännchen 270; salopp scherzh. Spaß muß sein bei der L.! /Entschuldigung für unpassende Lustigkeit/

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Zitationshilfe
„Leiche“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Leiche>, abgerufen am 22.09.2020.

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