Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Leine, die

Leine, die; -, -n
1. langes, aus festem Material gedrehtes Gebilde
a) dünnes Seil, an das die Wäsche zum Trocknen gehängt wird, Wäscheleine: eine L. spannen, ziehen, abnehmen; die Wäsche von der L. nehmen, auf die L. hängen; die Wäsche hing auf der L.;
b) Seemannsspr. Tau von kleinem bis mittlerem Durchmesser, das bes. zum Festmachen von Booten und kleineren Schiffen benutzt wird: die L. aufschießen, einholen; Leinen los! hieß es gestern auch in über 30 Bootshäusern der Hauptstadt Tageszeitung 1964
c) Lederriemen, an dem der Hund geführt wird, Hundeleine: einen Hund an die L. nehmen, an der L. führen, halten; er löste seinen Dackel von der L.;
2. /übertr./ umg. jmdn. an der (kurzen) L. halten, haben, an die L. legen (jmdn. in der Gewalt haben, in die Gewalt bekommen) salopp L. ziehen (sich zurückziehen, sich davonmachen)

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Zitationshilfe
„Leine“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Leine>, abgerufen am 14.08.2020.

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