Leucht-
zu leuchten 1:-bake, die mit einem Leuchtfeuer ausgestattete Bake;
-boje, die vgl. -bake;
-bombe, die vom Flugzeug abgeworfener Leuchtkörper, der sich an einem Fallschirm befindet: Leuchtbomben abwerfen;
-buchstabe, der aus einer oder mehreren Leucht- (stoff)röhren bestehender Buchstabe, der der Reklame dient: der Name des Kaufhauses stand in blauen Leuchtbuchstaben am obersten Geschoß;
-farbe, die Phys. Techn. Farbe, die, von Licht getroffen, nachleuchtet oder bei Bestrahlung mit unsichtbaren Strahlen sichtbares Licht aussendet;
-feuer, das starke Lichtquelle auf Feuerschiffen, Baken, Leuchttürmen, die auch bei Nacht das Bestimmen des Standorts und das Navigieren in Küstennähe ermöglicht: das L. begann zu blinken; Wir ... sahen zu, wie die Leuchtfeuer und Feuerschiffe rundum mit ihren Lichtspielen begannen Hartung Wunderkinder 166;
-gas, das Gasgemisch, das heute vorwiegend zum Heizen verwendet wird, Stadtgas;
-käfer, der in vielen Arten vorkommender Käfer, der Leuchtorgane hat;
-körper, der Phys. Techn. vgl. -munition;
-kraft, die Farbenpracht, leuchtende Farben: die L. eines Bildes, der Sonnenblumen; Draußen blüht alles in einer Zartheit und Frische, in einer Leuchtkraft Klepper Schatten 881; Astron. die in der Sekunde von einem Stern ausgestrahlte Energie: ein Stern von ungewöhnlicher L.;
-kugel, die Leuchtmunition, die mit Geschützen, Pistolen oder Raketen verschossen wird: eine L. erhellte das Gelände;
-munition, die Munition, deren Leuchtsatz in der Luft abbrennt und das Gelände beleuchtet oder bei unterschiedlicher Färbung als Signal dient: mit L. schießen; Die Leuchtmunition der Abwehrbatterien stieg in Perlenketten auf Uhse Bertram 452;
-organ, das Biol. Komplex von Zellen, der ein Sekret erzeugt, das bei Anwesenheit von geringen Mengen Sauerstoff ein kaltes Licht ausstrahlt: Die Leuchtorgane des Männchens unserer häufigsten Leuchtkäferart ... liegen wie bei anderen Arten auf der Unterseite des Hinterleibes Natur u. Heimat 1960;
-pistole, die Pistole zum Verschießen von Leuchtmunition: er gab zwei Schüsse aus der L. ab;
-plakette, die vgl. -zifferblatt;
-rakete, die Rakete mit Leuchtkugeln;
-reklame, die Reklame in Form von Schrift, Konturen oder Figuren, die aus Glühlampen oder Leucht- (stoff)röhren besteht: Häuser mit grünen und gelben Leuchtreklamen; grelle Leuchtreklamen flammen an den Geschäftshäusern auf;
-röhre, die Phys. Techn. beliebig geformte Glasröhre, die je nach der Art des in ihr befindlichen Gases durch elektrische Entladungen in charakteristischer Farbe leuchtet: Leuchtröhren für die Lichtreklame und für die moderne Beleuchtung;
-satz, der Techn. Mischung von Chemikalien für die Herstellung von Leuchtkörpern;
-schirm, der Phys. Techn. Schirm mit Leuchtstoffen, die unter Einwirkung von gewissen Strahlen durch Fluoreszenz oder Phosphoreszenz leuchten: Da eine Elektronenstrahlröhre immer nur einen Bildpunkt auf einmal sichtbar machen kann, besteht jedes Bild auf dem Leuchtschirm aus einer Aneinanderreihung vieler kleiner Punkte Wissensch. u. Fortschr. 1954;
-schrift, die vgl. -buchstabe;
-spurgeschoß, das Mil. Geschoß, in dessen Boden sich ein Leuchtsatz befindet, dessen Abbrennen die Flugbahn sichtbar macht;
Leuchtstoff-
Phys. Techn.: -lampe, die vgl. -röhre: die Straße wird durch Leuchtstofflampen beleuchtet;
-röhre, die Leuchtröhre, deren Innenwand mit Leuchtstoffen belegt ist, so daß verschiedene Farben erzielt werden können: rote, grüne Leuchtstoffröhren;

Leucht-:
-stoffe, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./ Phys. Techn. Stoffe, die Leuchtfarbe enthalten;
-tonne, die vgl. -bake;
-turm, der Turm mit einem Leuchtfeuer;
-zifferblatt, das Zifferblatt, dessen Ziffern mit Leuchtstoffen versehen sind, die, von Licht getroffen, im Dunkeln nachleuchten oder durch beigemengte Spuren von radioaktiven Substanzen ständig leuchten: ein Wecker mit L.
zu -röhre: Neonleuchtröhre

Farbe, die; -, -n
   1. durch Lichtstrahlen bestimmter Wellenlänge hervorgerufene Erscheinung vor dem Auge
   a) die rote, grüne, gelbe, weiße F.; eine helle, lichte, grelle, düstere, dunkle, matte F.; bunte, warme, kalte, weiche, harte, zarte, satte, lebhafte, frische, kräftige, leuchtende, schreiende, gedeckte, gedämpfte, stumpfe Farben; die Farben des Regenbogens, Sonnenspektrums; die F. des Pullovers steht ihr gut; die Farben der Möbel, Gardinen und Tapeten sind aufeinander abgestimmt, passen gut zusammen, umg. beißen sich (passen nicht zueinander)⌉; die Farben des Kleides sind verblaßt, verschossen; welche F. hat dein neuer Mantel?; der Stoff gefällt mir gut in F. und Muster; Schihosen, Anoraks in modischen Farben; die Gladiolen leuchten in den herrlichsten Farben; der Edelstein glitzert, schillert, spielt in allen Farben; Gesichtsfarbe: eine gesunde, frische, krankhafte, blasse F. haben; bei dieser Nachricht, plötzlich, vor Zorn wechselte er die F. (bekam er eine andere Gesichtsfarbe); seine Bestürzung war so groß, daß die F. aus seinen Zügen wich, sein Gesicht alle F. verlor (er blaß, bleich wurde); nur langsam bekam er nach der Krankheit wieder (etwas, eine bessere) F.; Und das ist Glen, die hatte immer so trübselige Farben (Kleidung in trübseligen Farben) an Gaiser Schlußball 31; diese F. (Kleidung in dieser Farbe) steht ihr gut
   b) Buntheit im Ggs. zu weiß, schwarz: das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, zum Teil in F.; Aber die Sonne duldet kein Weißes: / ... Alles will sie mit Farben beleben Goethe Faust I 913
   c) /als Symbol
   α) für eine Nation; Sg. ungebräuchl./ die Farben des Landes, der Republik; die französischen Farben; das Flugzeug trug die amerikanischen Farben; er wird für die deutschen Farben starten, hat den Sieg für die deutschen Farben errungen
   β) für eine Partei/ die F. (Partei) wechseln; Die Bayernpartei, von den Journalisten aller Farben ... als Lieferantin kräftiger Pointen geschätzt Tageszeitung BRD 1956
   γ) für eine Verbindung, Vereinigung, Mannschaft; Sg. ungebräuchl./ die Farben der studentischen Verbindung, des Tanzkreises, der Handballmannschaft sind grün-weiß, blau-rot
   δ) für einen Begriff/ die F. der Hoffnung ist Grün; Rot ist die F. der Liebe
   d) /übertr./ als durch einen Zufall eine ganz neue Farbe (etwas ganz Neues) in sein Dasein kam Hesse 1,639; Ausdruckskraft: daß landschaftliche Sprachformen bis in die Schriftsprache vordringen und ihr Farbe geben Sprachdienst 1964; seine Theaterberichte hatten keine F.; Leben, Lebendigkeit: In dürren Zeitungsnotizen spuken die Namen solcher Gefährten, die im Buch vielleicht ein wenig Saft und Farbe bekamen Seghers 1,94 (Gefährten); erst in der zweiten Halbzeit kam F. in das Spiel; Mus. Klangfarbe: der Komponist brachte die Variationen in verschiedenen Farben
   2. färbendes Mittel: blaue, weiße, dunkelgrüne, hellbraune F.; eine echte, unechte, natürliche, künstliche, flüssige, pulverförmige F.; dicke, verdünnte, wässerige, in Terpentin lösliche, lichtbeständige, kochechte, gesundheitsschädliche, giftige Farben; die Farben der Decke sind beim Waschen ausgegangen, ausgelaufen; die F. hat bereits gebunden, deckt (gut), blättert, bröckelt, platzt von den Wänden (ab); Farben mischen, einrühren, mit Wasser anrühren; die Farben des Gemäldes auffrischen; der Stoff hat die F. gut, nicht angenommen; eine F. (dick, dünn) auftragen; Leim ist ein Bindemittel für Farben; es riecht nach F.; /bildl./ etw., d. Zukunft, Reise ins Ausland in den rosigsten, schillerndsten, verlockendsten Farben (besonders günstig) darstellen, schildern, in den dunkelsten, düstersten, schwärzesten Farben (besonders ungünstig) ausmalen; veralt. F. halten treu, beständig sein: Und hat sich keinen Freund damit, nicht einen / Erkauft, der in der Not ihm Farbe hielt! Schiller Wallenst. Tod IV 2
   3. /Bezeichnung für jede der vier parallelen Reihen der Spielkarten/ welche F. ist Trumpf?; eine F. ausspielen, anspielen; F. zugeben, bedienen; /übertr./ umg. F. bekennen (seine wahre Meinung offenbaren)
zu 1 a /in Verbindung mit Teilen des menschlichen Körpers, z. B./ Augen-, Gesichts-, Haar-, Hautfarbe; /ferner in/ Anlauf-, Fehl-, Haupt-, Holz-, Kontrast-, Lieblings-, Mode-, Normal-, Regenbogen-, Spektral-, Stubenfarbe zu 1 c α Bundes-, Landes-, Nationalfarben zu 1 d Klangfarbe zu 2 /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Deck-, Druck-, Grundier-, Leucht-, Stempel-, Tarn-, Tuschfarbe; /in Verbindung mit Bindemitteln, z. B./ Lack-, Leim-, Öl-, Temperafarbe; /in Verbindung mit Metallen und Materialien, z. B./ Blei-, Eisen(oxyd)-, Emaille-, Kalk-, Leder-, Metall-, Stoff-, Teerfarbe; /ferner in/ Anilin-, Aquarell-, Drucker-, Grund-, Künstler-, Mineral-, Lasur-, Pastell-, Plakat-, Schutz-, Speise-, Spezial-, Wasserfarbe zu 1 a u. 2 /in Verbindung mit Farbbezeichnungen, z. B./ Azur-, Champagner-, Elfenbein-, Ocker-, Zitronenfarbe; /ferner in/ Bronze-, Komplementär-, Misch-, Naturfarbe

Zitationshilfe
„Leuchtfarbe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Leuchtfarbe>, abgerufen am 23.04.2018.

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