Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Lied, das

Lied, das; -(e)s, -er
1. /Verkl.: Liedchen, Liedlein/ vertontes Gedicht aus einfachen, gleichmäßig gegliederten Strophen, die auf dieselbe Melodie gesungen werden: ein ein-, mehrstimmiges L.; ein heiteres, fröhliches, munteres, lustiges, ernstes, frommes, ergreifendes, schwermütiges, sentimentales, anstößiges L.; weltliche, geistliche Lieder; ein L. anstimmen, singen, schmettern, abwertend grölen⌝; ein L. komponieren, (auf dem Klavier) spielen, vortragen; er hatte den Schülern ein L. einstudiert; /sprichw./ böse Menschen haben keine Lieder; Melodie, Weise: das L. der Nachtigall, Amsel; Die Lerche … schmettert ihre Lieder Hebbel I 6,154; /übertr./ umg. abwertend es ist immer das alte L. (dasselbe) mit dir umg. das Ende vom L. (der enttäuschende Ausgang) davon kann ich ein L., weiß ich ein Liedchen zu singen (davon könnte ich viel erzählen, darüber kann ich aus eigener Erfahrung mitsprechen) geh. diese Erzählung ist ein hohes L. (Hohelied) auf die Freundschaft /sprichw./ wes Brot ich esse, des L. ich singe (bei wem ich mein Geld verdiene, den lobe ich)
2. epische Dichtung: Das Lied von der Glocke Schiller /Titel/ das L. der Nibelungen;

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Zitationshilfe
„Lied“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Lied>, abgerufen am 12.08.2020.

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