Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Märchen, das

Märchen, das; -s, -
1. auf Volksüberlieferungen beruhende, oft auch als literarisches Kunstwerk gestaltete, kurze Erzählung, in der von wunderbaren und phantastischen Begebenheiten berichtet wird: ein altes, bekanntes, verbreitetes M.; die M. der Brüder Grimm; eine Sammlung russischer, orientalischer M.; die Großmutter erzählte den Kindern M.; M. sammeln, herausgeben, erforschen; so etw. gibt es nur im M.; was er mir versprach, klang wie ein M.; das ist (fast) so schön wie im M., umg. ist das reinste M. (ist wunderschön)
2. salopp unwahre, erfundene Geschichte, Lüge: jmdm. ein M. aufbinden; erzählen Sie hier (bloß) keine M.!; ich lasse mir kein M. erzählen, glaube solche M. nicht; das M. kannst du deiner Großmutter erzählen (das glaube ich nicht) was er über seine Erfolge berichtete, war ein M.;

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Zitationshilfe
„Märchen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Märchen>, abgerufen am 24.11.2020.

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