Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Nähe, die

Nähe, die; -, /ohne Pl./
1. geringe räumliche Entfernung, Ggs. Ferne: etw. aus der N. beobachten, betrachten, prüfen; jmdm. etw. aus der N. zeigen; ich konnte alles aus nächster N. sehen; die Stimme schien aus nächster, unmittelbarer N. zu kommen; ein Schuß aus nächster N.; Nachbarschaft, unmittelbare Umgebung: er wohnt ganz in der N., arbeitet hier in der N.; es muß hier in der N. gewesen sein; in unmittelbarer N. befindet sich ein Park; sie suchten sich einen Platz in der N. unseres Tisches; wie Kinder ihr heimliches Spiel unterbrechen, sobald ein Erwachsener in die Nähe kommt Kasack Stadt 525; bleib bitte, halte dich in der N.; ich bin beruhigt, wenn ich dich in der N. weiß;
2. das Nahesein: ich kann seine N. nicht ertragen; seine N. ist mir lästig; seine N. tat ihr wohl; In feierlichen Worten, wie sie nur die Nähe des Todes [eingibt] Musil Mann 712
3. nahe Zukunft, Ggs. Ferne: der Termin ist in unmittelbare N. gerückt; Erfolge, an die zu glauben sie früher nicht gewagt hätte, lagen in greifbarer Nähe Musil Mann 339

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Zitationshilfe
„Nähe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Nähe>, abgerufen am 27.11.2020.

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