Nacken, der; -s, -
hinterer, äußerer und gewölbter Teil des Halses: ein kurzer, gedrungener, wulstiger N.; Er war ein untersetzter, muskulös gebauter Mann mit einem starken Nacken Kellerm. Totentanz 143; Die schimmernden Nacken der Frauen über den schweren Farben ihrer Gewänder H. Mann 1,306 (Schlaraffenland) ; einen steifen N. (Genick) haben die Arme im N. verschränken; er hatte den Hut in den N. geschoben; sie warf trotzig, stolz den Kopf in den N.; jmdm. die Arme um den N. schlingen; /bildl./ Was Friedrich in den folgenden Jahren mit steifem Nacken (unbeugsam) … ertragen hatte Mehring Lessing-Legende 224; jmdm. den N. steifen (jmdm. beistehen, jmdn. zum Widerstand, Durchhalten ermuntern) jmdm. auf dem N. sitzen (jmdn. bedrängen) jmdm. den Fuß auf den N. stellen, setzen (jmdn. beugen, ducken) jmdm. den N. beugen (jmdn. demütigen, gefügig machen) Ich hab' ihn aufgesteckt, daß sie den Nacken / Mir lernen beugen, den sie aufrecht tragen Schiller Tell IV 3; den Feind im N. haben (verfolgt werden) die Verfolger saßen ihm im N. (waren dicht hinter ihm) Außerdem sitzt die Konkurrenz mir im Nacken Th. Mann 8,270 (Krull) ; sie hat den Schelm, Schalk im N. (ist zu Schelmereien geneigt) ihr sitzt der Geiz, die Habsucht im N. (sie ist geizig, habsüchtig) ihm saß die Furcht im N. (er hatte Furcht)

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