Polize̱i̱, die; -, /ohne Pl./
griech.
1. auf der Grundlage militärischer Disziplin tätiges, bewaffnetes, mit besonderen Rechten und Pflichten ausgestattetes Staatsorgan, das die Aufgabe hat, im Interesse der herrschenden Klasse die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten und damit der Durchsetzung der politischen Macht der herrschenden Klasse und der Sicherung der bestehenden Gesellschaftsordnung zu dienen: die P. der sozialistischen DDR ist die Deutsche Volkspolizei; die P. gewährleistet die öffentliche Ordnung und Sicherheit; die P. schützt das sozialistische, persönliche Eigentum; die P. hat Straftaten aufzudecken, zu untersuchen, aufzuklären; sich (vertrauensvoll) an die P. wenden; die P. wird den Fall untersuchen; jmdm. mit der P. drohen; er hatte schon öfters mit der P. zu tun, nichts von der P. zu befürchten; er wurde von der P. gesucht; umg. die P. ist hinter ihm her
2. Angehörige von 1, Polizisten: die P. (an)rufen, holen; P. einsetzen; man hatte viel P. aufgeboten; die P. griff ein, verhaftete den Verbrecher, führte ihn ab, nahm den Verdächtigen fest, schoß auf den Einbrecher, hatte eine Spur entdeckt, konnte das Diebesgut sicherstellen; an dieser Kreuzung regelt die P. (Angehörige der Verkehrspolizei) den Verkehr berittene P. drängte die Demonstranten zurück;
3. Dienststelle von 1: auf die, zur P. gehen; Beery gab auf der Polizei an, er komme von Herrn Peachum Brecht Dreigroschenroman 428; sich bei der P. (in der Meldestelle) an-, abmelden

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