Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Ranzen, der

Ranzen, der; -s, - /Verkl.: Ränzchen, Ränzlein, Ränzel/
1. Tasche aus Leder, die auf dem Rücken getragen wird, bes. Schultasche, Tornister: den R. packen, tragen; den R. abnehmen, umg. über den Rücken werfen (umhängen) die Kinder hatten den R. auf dem Rücken; er hatte die Hefte, Bücher und sein Brot in den R. gesteckt; hist. Felleisen: Um meinen Ranzen zu erleichtern, nahm ich die eingepackten blauen Hosen … wieder heraus Heine 3,19 (Harzreise) ; Heute wollen wir das Ränzlein schnüren Volksl.
2. salopp derb
a) Bauch: sich /Dat./ den R. vollschlagen, füllen (sehr viel essen) ; Hatte sich ein Ränzlein angemäst't / Als wie der Doktor Luther Goethe Faust I 2128
b) Rücken, Buckel: jmdm. den R. voll-, verhauen (jmdn. verprügeln) jmdm. eins auf den R. geben (jmdn. prügeln, schlagen)

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Zitationshilfe
„Ranzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Ranzen>, abgerufen am 29.11.2020.

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