Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Rössel, das

Rössel, das; -s, -
landsch. Schach Springer

WDG, 4. Band, 1974

Roß, das

Roß, das; Rosses, Rosse/ Rösser /Verkl.: Rößchen, Rößlein, Rössel/
1. /Pl.Rosse/ edles Pferd, bes. Reitpferd: geh. ein edles, feuriges, stolzes R.; die Rosse schnauben und stampfen den Boden; R. und Reiter waren dicht an uns vorbeigeritten; altertümelnd scherzh. sich aufs hohe R. schwingen; hoch zu R.; /übertr./ umg. vom hohen R. herab (überheblich) auf dem hohen R. sitzen, sich aufs hohe R. setzen (hochmütig, überheblich, eingebildet sein) vom hohen R. heruntersteigen (seine Überheblichkeit aufgeben)
2. /Pl.Rösser/ süddt. österr. schweiz. Pferd: ein gutes, kräftiges, abgetriebenes, ungezähmtes R.; die Rösser an-, einspannen; ein R. kaufen; salopp jmdm. zureden wie einem kranken R. (sehr eindringlich auf jmdn. einreden, um ihn zu etw. zu überreden)
3. /Pl.Rösser; ohne Verkl./
a) Schimpfw. Dummkopf: du R.!;
b) derb ungeschlachter, widerstandsfähiger Mensch: Großen Schaden hätte er nicht genommen, denn er sei nun mal ein Roß Seghers 3,54 (Rettung)

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Zitationshilfe
„Roß“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Roß>, abgerufen am 20.01.2020.

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