regen-, Regen-:
-arm /Adj./ mit wenig Regen, Ggs. regenreich: eine r. Gegend; dieser Sommer war r.;
-bö, die: das Schiff geriet in eine schwere R.; gewittrige Regenböen;
-bogen, der am Himmel als Bogen in den sieben Farben des Sonnenspektrums sichtbare, durch Brechung und Reflexion des Sonnenlichts in Regentropfen hervorgerufene optische Erscheinung: ein R. zeigte sich, war zu sehen; über den Himmel spannte sich ein R.; etw. schillert in allen Farben des Regenbogens;
Regenbogen-, regenbogen-:
-farbe, die /meist im Pl./ Farbe des Sonnenspektrums: die sieben Regenbogenfarben; der Kristall glitzert in allen Regenbogenfarben;
-farben /Adj./ vgl. -farbig;
-farbig /Adj./ in den Farben des Sonnenspektrums: auf dem Wasser bildet das Öl r. Flecke; ein r. changierendes Kleid; Tropfen sprühten von den Zweigen und zersplitterten regenbogenfarbig Rinser Gläserne Ringe 50;
-haut, die Med. die Pupille umgebende, pigmentierte Haut des Auges, die den Eintritt des Lichts reguliert, Iris: Entzündungen der R.; eine Operation an der R.;

Regen-, regen-:
-cape, das vgl. -mantel: ein R. umbinden, umnehmen;
-dach, das Dach, das Schutz vor dem Regen bietet: auf der betonierten Plattform ... die von einem Regendach geschützt wurde Apitz Nackt unter Wölfen 7;
-dusche, die umg. Regenguß: die R. hatte sie völlig durchnäßt;
-fall, der; /meist im Pl./ Regen: starke, schwere, anhaltende, wolkenbruchartige Regenfälle; die Arbeiten wurden durch plötzlich einsetzende Regenfälle verzögert;
-faß, das vgl. -tonne;
-feucht /Adj./ vgl. -naß: sein r. Mantel; r. Blätter, Straßen; Lichtreflexe auf dem r. Asphalt; eine regenfeuchte, dunkle Nacht Viebig Tägl. Brot 346;
-front, die Meteor.: eine heranziehende R.;
-gebiet, das Meteor.: ein ausgedehntes R.; nach Abzug des Regengebietes;
-gewölk, das; dunkles, dichtes R.;
-glatt /Adj./ glatt vom Regen: das Auto kam auf der r. Fahrbahn ins Schleudern;
-guß, der; (kurzer) heftiger Regen: ein starker, heftiger, erfrischender, abkühlender R.; tropische Regengüsse; ein R. setzt ein, geht nieder;
-haut, die vgl. -mantel;
-lache, die vgl. -pfütze;
-mantel, der Umhang, Mantel aus wasserdichtem Material: ein grauer R.;
-menge, die Niederschlagsmenge: die R. sinkt, nimmt zu; die jährliche R. eines Gebietes;
-messer, der Meteor. Gerät zum Messen der Regenmenge;
-nacht, die vgl. -wetter: eine kalte, unfreundliche R.;
-naß /Adj./ naß vom Regen: r. Sträucher, Bänke, Kleider; der Unfall geschah auf r. Straße;
-pelerine, die vgl. -mantel;
-periode, die Periode anhaltender Regenfälle, Regenzeit;
-pfeifer, der kleiner, in der Nähe des Wassers lebender Schnepfenvogel von gedrungenem Körperbau und mit kurzem Schnabel;
-pfütze, die: im Garten standen nach dem Gewitter große Regenpfützen;
-reich /Adj./ mit viel Regen, Ggs. regenarm: ein r. Gebiet, Klima;
-rinne, die Rinne für Regenwasser: das Wasser sammelt sich in der R.;
-schatten, der Geogr.: die Gegend liegt im R. eines Gebirges (ist regenarm, weil ein Gebirge die Regenwolken zurückhält);
-schauer, der kurzer, plötzlich einsetzender Regen: ein heftiger, erfrischender R. ging nieder; der Wind jagt R. über die Stadt;
-schirm, der Schirm, der als Schutz vor dem Regen dient: den R. aufspannen, öffnen, schließen, zuklappen, umg. zumachen⌉; sie hatte den R. mitgenommen; umg. scherzh. ich bin gespannt wie ein R. (bin sehr neugierig);
-schutz, der etw., das vor Regen schützt: d. Dach, Zelt dient als R.; der Radfahrer hatte einen R. umgebunden;
-schwer /Adj./ regenreich: geh. r. Wolken; ein r. Himmel, Wind, Tag; Sport die Läufer erzielten auf r. (vom Regen aufgeweichter) Bahn beachtliche Leistungen;
-spritzer, der: R. an den Fensterscheiben;
-tag, der vgl. -wetter: ein grauer, kühler R.; diesen Sommer gab es viele Regentage;
-tonne, die Tonne, in der sich Regenwasser sammelt: das Wasser läuft aus der Dachrinne in die R.; zum Gießen schöpfte sie Wasser aus der R.;
-tropfen, der: einzelne, dicke R. fielen aufs Dach; die R. wegwischen, abschütteln; umg. eben habe ich die ersten R. abgekriegt;
-wald, der Geogr. immergrüner Urwald mit üppiger Vegetation in den regenreichen Tropen nahe dem Äquator: der tropische R. am Amazonas;
-wasser, das: das R. dringt durch das Dach, läuft an der Wand herunter; sie gießt ihre Blumen mit R.;
-wetter, das regnerisches Wetter: R. setzte ein; in unserem Urlaub gab es viel R.; umg. er sieht aus, macht ein Gesicht wie drei Tage R. (sieht griesgrämig, trübsinnig aus);
-wolke, die: düstere, schwarze, dichte, von Westen heranziehende Regenwolken; über der Stadt hingen, lasteten graue Regenwolken;
-wurm, der im Boden lebender, Feuchtigkeit liebender Ringelwurm, dessen schlanker Körper deutlich in Segmente gegliedert ist: bei Regen kommen die Regenwürmer an die Erdoberfläche; das Huhn hat einen R. gefunden; der Angler benutzt Regenwürmer als Köder;
-zeit, die Geogr. in den Tropen und Subtropen regelmäßig auftretende Periode starker Niederschläge: der Einbruch, Beginn der R.; die große R. setzt ein; während der R. steigen die Flüsse an

Farbe, die; -, -n
   1. durch Lichtstrahlen bestimmter Wellenlänge hervorgerufene Erscheinung vor dem Auge
   a) die rote, grüne, gelbe, weiße F.; eine helle, lichte, grelle, düstere, dunkle, matte F.; bunte, warme, kalte, weiche, harte, zarte, satte, lebhafte, frische, kräftige, leuchtende, schreiende, gedeckte, gedämpfte, stumpfe Farben; die Farben des Regenbogens, Sonnenspektrums; die F. des Pullovers steht ihr gut; die Farben der Möbel, Gardinen und Tapeten sind aufeinander abgestimmt, passen gut zusammen, umg. beißen sich (passen nicht zueinander)⌉; die Farben des Kleides sind verblaßt, verschossen; welche F. hat dein neuer Mantel?; der Stoff gefällt mir gut in F. und Muster; Schihosen, Anoraks in modischen Farben; die Gladiolen leuchten in den herrlichsten Farben; der Edelstein glitzert, schillert, spielt in allen Farben; Gesichtsfarbe: eine gesunde, frische, krankhafte, blasse F. haben; bei dieser Nachricht, plötzlich, vor Zorn wechselte er die F. (bekam er eine andere Gesichtsfarbe); seine Bestürzung war so groß, daß die F. aus seinen Zügen wich, sein Gesicht alle F. verlor (er blaß, bleich wurde); nur langsam bekam er nach der Krankheit wieder (etwas, eine bessere) F.; Und das ist Glen, die hatte immer so trübselige Farben (Kleidung in trübseligen Farben) an Gaiser Schlußball 31; diese F. (Kleidung in dieser Farbe) steht ihr gut
   b) Buntheit im Ggs. zu weiß, schwarz: das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, zum Teil in F.; Aber die Sonne duldet kein Weißes: / ... Alles will sie mit Farben beleben Goethe Faust I 913
   c) /als Symbol
   α) für eine Nation; Sg. ungebräuchl./ die Farben des Landes, der Republik; die französischen Farben; das Flugzeug trug die amerikanischen Farben; er wird für die deutschen Farben starten, hat den Sieg für die deutschen Farben errungen
   β) für eine Partei/ die F. (Partei) wechseln; Die Bayernpartei, von den Journalisten aller Farben ... als Lieferantin kräftiger Pointen geschätzt Tageszeitung BRD 1956
   γ) für eine Verbindung, Vereinigung, Mannschaft; Sg. ungebräuchl./ die Farben der studentischen Verbindung, des Tanzkreises, der Handballmannschaft sind grün-weiß, blau-rot
   δ) für einen Begriff/ die F. der Hoffnung ist Grün; Rot ist die F. der Liebe
   d) /übertr./ als durch einen Zufall eine ganz neue Farbe (etwas ganz Neues) in sein Dasein kam Hesse 1,639; Ausdruckskraft: daß landschaftliche Sprachformen bis in die Schriftsprache vordringen und ihr Farbe geben Sprachdienst 1964; seine Theaterberichte hatten keine F.; Leben, Lebendigkeit: In dürren Zeitungsnotizen spuken die Namen solcher Gefährten, die im Buch vielleicht ein wenig Saft und Farbe bekamen Seghers 1,94 (Gefährten); erst in der zweiten Halbzeit kam F. in das Spiel; Mus. Klangfarbe: der Komponist brachte die Variationen in verschiedenen Farben
   2. färbendes Mittel: blaue, weiße, dunkelgrüne, hellbraune F.; eine echte, unechte, natürliche, künstliche, flüssige, pulverförmige F.; dicke, verdünnte, wässerige, in Terpentin lösliche, lichtbeständige, kochechte, gesundheitsschädliche, giftige Farben; die Farben der Decke sind beim Waschen ausgegangen, ausgelaufen; die F. hat bereits gebunden, deckt (gut), blättert, bröckelt, platzt von den Wänden (ab); Farben mischen, einrühren, mit Wasser anrühren; die Farben des Gemäldes auffrischen; der Stoff hat die F. gut, nicht angenommen; eine F. (dick, dünn) auftragen; Leim ist ein Bindemittel für Farben; es riecht nach F.; /bildl./ etw., d. Zukunft, Reise ins Ausland in den rosigsten, schillerndsten, verlockendsten Farben (besonders günstig) darstellen, schildern, in den dunkelsten, düstersten, schwärzesten Farben (besonders ungünstig) ausmalen; veralt. F. halten treu, beständig sein: Und hat sich keinen Freund damit, nicht einen / Erkauft, der in der Not ihm Farbe hielt! Schiller Wallenst. Tod IV 2
   3. /Bezeichnung für jede der vier parallelen Reihen der Spielkarten/ welche F. ist Trumpf?; eine F. ausspielen, anspielen; F. zugeben, bedienen; /übertr./ umg. F. bekennen (seine wahre Meinung offenbaren)
zu 1 a /in Verbindung mit Teilen des menschlichen Körpers, z. B./ Augen-, Gesichts-, Haar-, Hautfarbe; /ferner in/ Anlauf-, Fehl-, Haupt-, Holz-, Kontrast-, Lieblings-, Mode-, Normal-, Regenbogen-, Spektral-, Stubenfarbe zu 1 c α Bundes-, Landes-, Nationalfarben zu 1 d Klangfarbe zu 2 /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Deck-, Druck-, Grundier-, Leucht-, Stempel-, Tarn-, Tuschfarbe; /in Verbindung mit Bindemitteln, z. B./ Lack-, Leim-, Öl-, Temperafarbe; /in Verbindung mit Metallen und Materialien, z. B./ Blei-, Eisen(oxyd)-, Emaille-, Kalk-, Leder-, Metall-, Stoff-, Teerfarbe; /ferner in/ Anilin-, Aquarell-, Drucker-, Grund-, Künstler-, Mineral-, Lasur-, Pastell-, Plakat-, Schutz-, Speise-, Spezial-, Wasserfarbe zu 1 a u. 2 /in Verbindung mit Farbbezeichnungen, z. B./ Azur-, Champagner-, Elfenbein-, Ocker-, Zitronenfarbe; /ferner in/ Bronze-, Komplementär-, Misch-, Naturfarbe

Zitationshilfe
„Regenbogenfarbe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Regenbogenfarbe>, abgerufen am 23.04.2018.

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