Reis, 1das; -es, -er
geh. kleiner Zweig: frische, grüne, verdorrte Reiser; ein Lagerfeuer aus trockenen Reisern; Kein Wintersturm hatte dem schwanken, zarten Reis etwas an Raabe I 6,218 (Else v. d. Tanne) ; /im Pl./ Reisig: Reiser sammeln; ein Bündel Reiser; Nun saß Lola geborgen unter dem Dach des Holzfällerhüttchens aus Reisern und Moos H. Mann 2,48; Schößling: an besonders heimlichen Stellen trieb schon ein erstes scheues Reis Viebig Weiberdorf 195; /übertr./ Sprößling: Joseph, ihr Reis, der wahrhafte Sohn, wuchs heran Th. Mann 3,161 (Joseph) ; Pfropfreis: einem alten Baum ein neues R. aufpfropfen; ein junges R. zum Okulieren

Reis, 2der; -es, -e /Pl. ungebräuchl./
1. aus Ostasien stammende und in tropischen Gebieten angebaute formenreiche Getreideart mit langen, ziemlich breiten Blättern und einblütigen Ährchen: R. anbauen; den R. bewässern;
2. Körner von 1, die als Nahrungsmittel dienen: polierter, ungeschälter R.; R. kochen, abbrühen; Huhn, Pilze mit R.;

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