Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Suppe, die

Suppe, die; -, -n /Verkl.: Süppchen/
flüssige Speise, oft mit beigegebenen festen Bestandteilen, die meist mit einem großen Löffel gegessen wird: eine (mit Mehl) gebundene, klare, kräftige, dicke, dünne, sämige, legierte, süße, pikante, heiße S.; eine S. mit Einlage; beeil dich, sonst wird deine S. kalt!; e. Teller, Schüssel, salopp Schlag⌝ S.; eine S. ansetzen, kochen, würzen, abschmecken, salzen; die S. auftragen, servieren, umg. auftun⌝; seine S. (aus)essen, (aus)löffeln, (laut) schlürfen; er hörte auf zu essen, als er e. Haar, Fliege in seiner S. gefunden hatte; /bildl./ abwertend der Schnee auf den Straßen war zu einer schwarzen S. zusammengeschmolzen; /übertr./ salopp bei dieser (dicken) S. (bei diesem starken Nebel) würde ich meinen Wagen zu Hause lassen jmdm. eine (schöne) S. anrühren, umg. einbrocken (jmdm. Unannehmlichkeiten verursachen, Schwierigkeiten bereiten) ; wir mußten die S. auslöffeln (die Folgen eines törichten, unüberlegten oder boshaften Tuns tragen) ; da hat er sich /Dat./ eine schöne S. eingebrockt (da hat er sich selbst in eine schwierige Lage gebracht) jmdm. die S. versalzen (jmds. Absichten, Pläne durchkreuzen, zunichte machen) ein Haar in der S. finden (an einer Sache etw. auszusetzen haben) salopp jmdm. in die S. spucken (jmds. Vorhaben, Pläne durchkreuzen; jmdm. dreinreden) ; jmdm. nicht das Salz zur S. (nichts) gönnen er ist uns in die S. gefallen (er besuchte uns, als wir gerade aßen)

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Zitationshilfe
„Suppe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Suppe>, abgerufen am 16.10.2021.

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