Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Sang, der

Sang, der; -(e)s, Sänge
1. /ohne Pl./ veralt. /heute noch dicht./ das Singen: [es scholl] als ob drinnen leichte Füße die Treppe … hinunterhuschten, und dabei schwang ein süßer Sang sich durch die Luft Storm 6,112; die Amseln finden mit den ersten Würmern auch ihren Sang wieder Strittmatter Ochsenkutscher 174
2. umg. mit S. und Klang mit Musik, fröhlich singend: mit S. und Klang zog die Wandergruppe durch das Dorf; /bildl./ salopp er ist mit S. und Klang durch das Examen gefallen (hat völlig versagt) umg. ohne S. und Klang ohne viel Aufhebens, in aller Stille: jmdn. ohne S. und Klang verlassen; sie verschwand ohne S. und Klang;
3. veralt. /heute noch dicht./ vertonte Dichtung, Lied: für immer mengt sich das Wort Hafen in ihrem Kopf mit … dem oberdeutschen Sang: Muß i denn, muß i denn … H. Kant Aula 135; oben am Grat begleiten uns die Sänge Federer Regina Lob 257

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Zitationshilfe
„Sang“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Sang>, abgerufen am 30.09.2020.

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