Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Satire, die

Sati̱re, die; -, -n
lat.Form des Komischen in der Kunst, bes. in der Literatur, die mit dem Anliegen, Bestehendes zu verändern, durch Ausdrucksmittel des schärfsten Spottes und enthüllender Polemik charakteristische Widersprüche in Individuum und Gesellschaft aufdeckt und der Lächerlichkeit preisgibt: eine köstliche, geistvolle, beißende, bittere, gesellschaftskritische, politische S.; Die Fabel der Minna ist nämlich nichts anderes als eine schneidende Satire auf das friderizianische Regiment Mehring Lessing-Legende 362; bei diesem Künstler verbindet sich echter Humor mit einer messerscharfen S.; diese S. geißelt, verspottet den preußischen Untertanengeist im deutschen Kaiserreich; Heinrich Heines berühmte S. Deutschland. Ein Wintermärchen; der bedeutende sozialistische Schriftsteller Erich Weinert war ein Meister der S.; diese Zeit schreit ja nach Satire Tucholsky Panter 109

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Zitationshilfe
„Satire“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Satire>, abgerufen am 19.09.2020.

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