Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Sauerei, die

Sauere̱i̱, die; -, -en
abwertend
1. /ohne Pl./ salopp derb schmutziger, sehr unordentlicher Zustand: was ist das für eine S. auf deinem Tisch?; du hast in dem Zimmer eine große S. hinterlassen; feg die S. (Unrat) weg!
2. salopp derb etw. Schlimmes, Ärgerniserregendes, eine unanständige, gemeine Handlung: sein Benehmen ist eine große S.; diese S. mache ich nicht mit; heute ist eine große, furchtbare, schlimme S. passiert; Jetzt sind wir bald aus der ganzen Sauerei (sehr schlechten, schwierigen Situation) heraus Seghers 3,21 (Rettung) ; /in Verwünschungen, Flüchen/ S.!; elende, verdammte, verfluchte S.!; das ist eine einzige, bodenlose S.!; Pfuscherei, schlechte Arbeit: seine Entwürfe sind eine S.; weil es gleich eine Sauerei wurde, als einmal ein anderer die Ausstellung im Glaspalast veranstaltete statt seiner Kolb Schaukel 53
3. vulg. Zote, Schmutzerei, Unanständigkeit: er hat Sauereien erzählt; Mir fiel eine Sauerei ein, und ich mußte grinsen Jakobs Beschreibung 58

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Zitationshilfe
„Sauerei“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Sauerei>, abgerufen am 30.09.2020.

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