Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schöpfung, die

Schöpfung, die; -, -en
1. /entsprechend der Bedeutung 6 von schöpfen / das Erschaffen
a) geh. für die S. dieses Kunstwerkes wurde er mit einem Staatspreis ausgezeichnet; Das erste klassische Beispiel für eine Großtat, die solcher Arbeitsteilung entsprungen ist, bildet die Schöpfung der Spektralanalyse Planck Sinn 25
b) Rel. die S. der Erde
2. das Geschaffene
a) (Kunst)werk: geh. diese Plastik ist die bedeutendste, eine reife S. des Künstlers; Seine [Bachs] gewaltigen, zuweilen auch gewaltsamen Schöpfungen waren ihr zu schwer H. Franck J. S. Bach 500; Modell: die neuesten Schöpfungen der Mode; auf der Automobilausstellung sind die jüngsten Schöpfungen der Autoindustrie vorgestellt worden;
b) Rel. alles, was nach dem christlichen Glauben von Gott geschaffen worden ist: Man kann sozusagen Gottes Schöpfung dabei [an einem Kieselstein] ebenso bewundern, aber ich bewunder sie lieber beim Matterhorn Brecht Flüchtlingsgespräche 72; die Krone der S. (der Mensch; spött. die Frau, der Mann) ; umg. scherzh. die Herren der S. (die Männer)

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Zitationshilfe
„Schöpfung“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schöpfung>, abgerufen am 21.09.2020.

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