Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schablone, die

Schablo̱ne, die; -, -n
niederl.
1. ausgeschnittene oder ausgestanzte Vorlage zum beliebig häufigen Übertragen einer bestimmten Umrißlinie, bes. eines Musters, einer Schrift auf einen Untergrund: eine S. verwenden; mit einer S. arbeiten; nur Ziffern, mit einer Schablone aufgezeichnet, sind auf den Kreuzen Kisch 2,1,430
2. /übertr./ Klischee, Schema, erstarrte Form: nach einer S. handeln, urteilen; die Häuser waren häßlich. Sie waren alle nach einer Schablone (einförmig) gebaut Oelfken Traum 216; er dachte nur in Schablonen; Gertrud Eysoldt … war eine der eigenwilligsten und absonderlichsten Schauspielerinnen, fern aller Schablone Winterstein Leben 2,138; der Kampf … gegen Phrase und Schablone, gegen Klischees und Schema Becher 5,242

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Zitationshilfe
„Schablone“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schablone>, abgerufen am 30.09.2020.

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