Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schaft, der

1Schaft, der; -(e)s, Schäfte
langer, gerader, schlanker Teil von etw.
a) an dem man etw. anfaßt, der der Handhabung von etw. dient: der S. einer Lanze, eines Speeres, Pfeiles, Meißels; ein zierliches Messer mit eingelegtem Schaft (Heft) H. Mann 8,116; der S. eines Beiles; der S. einer Fahne; Rudern [er] blickte seitwärts den hölzernen Schaft [des Ruders] entlang bis hinauf zu dem … Ruderblatt Uhse Patrioten 1,351; der S. des Gewehres, einer Flinte; wo noch sein Revolver lag, mit dem Schaft gegen ihn gekehrt Dürrenmatt Richter 83
b) den Unterschenkel umschließender Oberteil des Stiefels: Stiefel mit hohen, weiten, engen Schäften; Schuhmach. Gesamtheit der Teile des Schuhs, die den Fuß oberhalb der Sohle umschließen
c) Architekt. zylindrischer Hauptteil der Säule zwischen Fuß und Kapitell: ein kannelierter S.; Hauptteil des Turmes zwischen Fuß und Spitze: der S. des (Fernseh)turmes;
d) Stamm eines Baumes bis zu der Stelle, wo er sich in Äste und Zweige teilt: aus offenen Früchten rinnt es und vom Schaft / der Palmen, Gummibäume Benn Destillationen 34; Bot. langer, blattloser Blütenstiel, der an seinem oberen Ende einen deutlich abgesetzten Blütenstand oder eine Blüte trägt: der S. der Gladiole;

WDG, 4. Band, 1974

Schaft, der

2Schaft, der; -(e)s, Schäfte
schweiz. (Bücher)regal, Schrank: [er] riß Bücher aus den Schäften Hesse 3,612

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Zitationshilfe
„Schaft“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schaft>, abgerufen am 13.08.2020.

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