Schale, 1die; -, -n
1. feste Hülle
a) einer Frucht: eine harte, dicke, dünne, weiche, feste, rauhe, glatte S.; die S. eines Apfels, einer Apfelsine, Banane, Birne, Kartoffel, Nuß; die S. umschließt die Frucht; die S. wird rissig, trocknet (ein, aus); die S. abziehen, entfernen; Kartoffeln mit der S. kochen; Eierschale: die S. abpellen /bildl./ hinter einer rauhen S. (einem schroffen Wesen) verbirgt sich oft ein gutes Herz
b) der Krustentiere, Muscheln, Schnecken: die S. von Krebsen, Schnecken, Muscheln;
2. /übertr./ salopp (gute) Kleidung: Das ist ein feiner Herr, schaut mal her, was der für eine Schale anhat Brecht Rundköpfe 2; Man erkennt dich gar nicht mehr in deiner feinen Schale Fallada Blechnapf 89; /meist in festen Verbindungen/ in S. (sein) gut angezogen, zurechtgemacht (sein): schick, fein in S. ausgehen, in den Urlaub fahren; tadellos in S. sein; Er war gut in Schale, er besaß Anzüge von geschickten arabischen Schneidern Koeppen Tod 19; sich in S. werfen, schmeißen; Junge, da müssen wir uns aber mal extra fein in Schale schmeißen Hausm. Abel 218

Schale, 2die; -, -n /Verkl.Schälchen/
1. flaches rundes oder ovales, oben offenes Gefäß, flache Schüssel mit vielfachem Verwendungszweck: eine S. aus Glas, Ton, Porzellan; eine tönerne, silberne, versilberte S.; eine S. mit Äpfeln, Früchten, Gebäck, Kompott; jmdm. eine S. (mit) Erdbeeren reichen; die beiden Schalen einer Waage (die Waagschalen) eine S. für, mit Blumen (eine Blumenschale)
2. landsch. Tasse: Erst als er die zweite Schale Kaffee getrunken, atmete er wohlig wie ein gesättigtes Tier St. Zweig Ungeduld 114
3. umg. Inhalt von 1: es gab heute als Nachtisch Kirschen, er hat drei Schalen gegessen

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