Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schaum, der

Schaum, der; -(e)s, Schäume
1. lockere Zusammenballung von mit Luft, Gas gefüllten Bläschen, oft auf einer Flüssigkeit: luftiger, lockerer, dichter, flockiger, sahniger S.; der weiße S. der Wellen, des Bieres; der S. auf dem Bier, der Seifenlauge; S. bildet sich, entsteht auf der Oberfläche einer Flüssigkeit; der S. verschwindet, zergeht, zerrinnt; der S. der Brandung spritzt hoch auf; das Kind spielte mit den Flocken des Schaumes; den S. vom Seifenwasser abschöpfen, von der Brause, dem Bier abtrinken; (chemischen) S. zum Feuerlöschen verwenden; Eiweiß zu S. schlagen /bildl./ jmd. schlägt S. (blendet durch große Reden, Prahlerei) Geifer: dem Pferd flog der S. ums Maul; wenn er einen Wutanfall bekam, trat ihm der S. vor den Mund; der Epileptiker hatte S. auf den Lippen;
2. /übertr./ Trugbild, Phantasiegebilde, Schein: Hat man aber an einem Gleichnis alles, was vielleicht wahr sein könnte, von dem getrennt, was nur Schaum ist Musil Mann 607; Mein Lieben war nur Dunst und Schaum Droste-Hülsh. 553; /sprichw./ Träume sind Schäume

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Scharade schlauchen
Zitationshilfe
„Schaum“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schaum>, abgerufen am 11.08.2020.

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