Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schelle, die

1Schelle, die; -, -n
1. kugeliges metallenes Glöckchen mit schlitzartigen Öffnungen, das blechern hell klingt, wenn es geschüttelt wird: Die Narrenkappe schwingen, so daß die Schellen an ihr klingen; wir hörten die Schellen eines vorbeijagenden Pferdeschlittens; der Lärm von Becken, Schellen und Trompeten;
2. landsch. kleine, meist von der Hand bewegte Glocke: d. Eisverkäufer, Straßenhändler schwingt seine S., um Kunden anzulocken; Der Florentiner hatte auf allen Plätzen mit der Schelle verkündigen lassen C. F. Meyer 3,248 (Hochzeit d. Mönchs) ; Grausam und falsch ist deine Rede … nicht besser als eine klingende Schelle... Th. Mann 2,469 (Joseph) ; /übertr./ der Katze die S. umhängen (für andere eine heikle Aufgabe übernehmen)
3. landsch. (elektrische) Klingel, bes. an der Haus-, Wohnungstür: die S. geht, schlägt an; die S. läuten, ziehen;
4. /ohne Art.; nur im Pl./ durch 1 gekennzeichnete Farbe der deutschen Spielkarten: ich spiele Schellen; Schellen ausspielen, zugeben;
5. landsch. umg. Ohrfeige

WDG, 4. Band, 1974

Schelle, die

2Schelle, die; -, -n
1. Techn. Ring, Klammer, Bügel, bes. zur Befestigung, Abdichtung von Leitungen, Rohren: die Schellen um das Gasrohr fest verschrauben;
2. stählerne, verschließbare Fessel um die Hand-, Fußgelenke

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Zitationshilfe
„Schelle“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schelle>, abgerufen am 27.10.2020.

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