Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schelm, der

Schelm, der; -(e)s, -e
1. zu Scherz, Neckerei, lustigen und mutwilligen Streichen aufgelegter Mensch, Schalk, Spaßvogel: der alte Parkwächter ist als S. bekannt; Sie ist ein Schelm; ich muß sehen, daß sie Respekt vor mir bekommt Frenssen Baas 466; vertraul. Schlingel, Frechdachs: du bist schon ein rechter kleiner S. /bildl./ in jmds. Augen sitzt der S. (jmd. ist zu lustigen, mutwilligen Streichen aufgelegt, ist übermütig) der S. sieht jmdm. aus den Augen; den S. im Nacken (sitzen) haben
2. veralt. ehrloser, unehrlicher Mensch, Betrüger, Dieb: ein verlogener, zungenfertiger S.; Ein Schelm gibt mehr, als er hat Fontane 5,293 (Stechlin)

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Scharade schlauchen
Zitationshilfe
„Schelm“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schelm>, abgerufen am 25.10.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)