Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schema, das

Sche̱ma, das; -s, -s/ Schemata/ Schemen
griech.jede Form, die die wesentlichen Züge eines Sachverhalts übersichtlich darstellt und als Muster, Leitfaden für die Anordnung, Darstellung, Untersuchung eines Gegenstandes, einer Sache benutzt werden kann: ein bestimmtes, bequemes, brauchbares, einheitliches, starres S.; ein grammatisches, metrisches S.; etw. durch anschauliche Schemata verdeutlichen; ein S. aufstellen, festlegen, an einem Werk ausprobieren; sich an ein S. halten, nach einem S. richten; nach einem S. arbeiten; etw. nach einem vorgegebenen S. anfertigen; an ein bestimmtes S. gebunden sein; etw. in ein S. pressen, zwingen; der … jedes Knäuel zu einem ordentlichen Muster gewirkt und jedes Durcheinander in ein übersichtliches Schema gezwungen hatte H. Kant Aula 436; etwas … das nicht in ihr Schema (ihre allgemeinen Vorstellungen) hineinpaßt St. Zweig Balzac 149; umg. abwertend etw. nach S. F (schablonenhaft, mechanisch, nach einem bestimmten üblichen Plan ohne Rücksicht auf das Besondere) ausführen stark vereinfachte Nachbildung, graphische Darstellung eines Gegenstandes in seinen wesentlichen Zügen, Tabelle: das S. einer elektrischen Schaltung, der Röhrenbestückung eines Fernsehapparates; Der Arzt hatte ihm für den nächsten Tag ein Schema des menschlichen Körpers versprochen, das man auseinandernehmen konnte Seghers 5,81 (Transit)

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Zitationshilfe
„Schema“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schema>, abgerufen am 31.10.2020.

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