Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schere, die

Schere, die; -, -n
1. Werkzeug zum Schneiden, Zerteilen, Zertrennen verschiedener, aber durchweg dünner Materialien, das aus zwei über Kreuz miteinander drehbar verbundenen Messern besteht, deren Schneiden durch Hebeldruck an den Griffen auseinander und gegeneinander bewegt werden: eine scharfe, spitze, große, kleine, runde S.; eine stumpfe S. schneidet schlecht; Scheren schärfen, schleifen, blank putzen; eine S. öffnen, schließen; ein Stück Papier, Stoff mit der S. abschneiden, ausschneiden, beschneiden sich /Dat./ etw. mit der S. zurechtschneiden; mit Nadel und S. umzugehen wissen; geh. ihr langes Haar ist der S. zum Opfer gefallen (ist abgeschnitten worden) /übertr./ unterschiedliche Entwicklung zweier Faktoren, die im Idealfall aufeinander abgestimmt sein sollten: die S. zwischen Kosten und Preisen, Lohnanstieg und Produktivitätszuwachs; die Schere zwischen den Bedürfnissen und den Möglichkeiten ihrer Befriedigung konnte etwas geschlossen … werden Urania 1964; jmdn. in der S. haben (ihn bedrängen, mit einem Griff gepackt haben, aus dem er sich nicht oder nur schwer wieder befreien kann)
2. paariges Greifwerkzeug einiger Schalen- und Spinnentiere: die Scheren des Krebses, Hummers, Skorpions;
3. Sport Turnübung, bei der die Beine gespreizt werden und so die Bewegung einer Schere beim Schneiden ausführen: die S. am Pferd, Barren, Reck; eine S. vorwärts, rückwärts;

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Zitationshilfe
„Schere“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schere>, abgerufen am 27.10.2020.

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