Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Scherge, der

Scherge, der; -n, -n
1. geh. abwertend amtliche Person, die die Maßnahmen der Staatsmacht eines Ausbeuterstaates zur Unterdrückung des Volkes skrupellos ausführt, Büttel, Häscher, Handlanger: den Schergen in die Hände fallen, entkommen; vor den Schergen fliehen; [er war] von einem Schergen der Wachmannschaft zerschlagen Joho in: Hammer u. Feder 225; Man mußte ein Sprachrohr haben, das vor den Schergen (Spitzeln) des Preußenkönigs sicher war Victor Schriften 3, 503
2. veralt. Gerichtsdiener: unter den erzürnten Richtern, die zugleich den Schergen und den Profoß spielten Cramer Konzessionen 70

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Zitationshilfe
„Scherge“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Scherge>, abgerufen am 28.10.2020.

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