Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Scherz, der

Scherz, der; -es, -e
auf Belustigung berechnete Äußerung, Handlung, Spaß, lustiger Streich: ein argloser, gelungener, harmloser, netter S.; ein galanter, geistvoller, gewagter S.; ein alberner, anzüglicher, derber, einfältiger, grober, plumper, roher, schlechter, übler S.; zu Scherzen aufgelegt sein; auf einen S. eingehen; seinen S. mit jmdm., etw. treiben; sich /Dat./ einen S. gefallen lassen; einen S. für ernst nehmen; einen S. zu weit treiben; sich /Dat./ (mit jmdm.) einen schlechten S. erlauben, leisten; Ohne die geringste Furcht trieb er mit ihnen Scherz und Spiel Brecht Cäsar 29; das ist nur ein S.; einen S. verstehen (nicht empfindlich, übelnehmerisch sein) keinen S. verstehen; etw. aus, im, zum S. sagen, tun (etw. sagen, tun, das nicht böse gemeint ist) S. beiseite (im Ernst)! umg. mach keine Scherze! /Ausdruck ungläubigen Erstaunens/ ; /sprichw./ Quäle nie ein Tier zum S., denn es fühlt wie du den Schmerz!; schlechter Spaß, Ungezogenheit: erlaubte sich Bismarck den Scherz, er wolle mir einen polnischen Bezirk zum Musterversuch für sozialistische Experimente überlassen Bebel Aus meinem Leben 583; Solche Scherze unterläßt du wohl künftig! Renn Kindheit 32

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Scharade schlauchen
Zitationshilfe
„Scherz“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Scherz>, abgerufen am 01.10.2020.

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