Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Scheu, die

Scheu, die; -, /ohne Pl.; von Menschen/
durch Furcht, Schüchternheit, Scham bedingtes banges Gefühl, das einen von etw., jmdm. fern-, zurückhält: eine achtungsvolle, abergläubische, anerzogene, angeborene, ehrfurchtsvolle, geheime, kindische, kindliche, merkwürdige, törichte, unerklärliche, uneingestandene S.; Mit einer heiligen Scheu (Ehrfurcht) trat ich bei ihr ein Renn Kindheit 199; vor etw., jmdm. S. empfinden, haben; (keine) S. zeigen; etw., jmd. flößt jmdm. S. ein; seine S. unterdrücken; bald hatte er seine anfängliche, erste S. abgelegt, überwunden; wo es zu helfen gilt, da ist falsche S. fehl am Platze; aus, vor S. etw. unterlassen, nicht tun; jmdn. ohne S. anblicken; ohne S. anzügliche Witze erzählen; S. vor der Übernahme einer Aufgabe, eines Amtes; /von Tieren/ Anlage, die Nähe des Menschen zu meiden und sofort zu fliehen: die Tiere kamen ohne S. und ließen sich füttern; die Tiere des Tierparks haben keine S. vor dem Menschen; Das Tier verliert viel von seiner Scheu und wird … zahmer Urania 1968

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Zitationshilfe
„Scheu“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Scheu>, abgerufen am 11.08.2020.

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