Schiene, die; -, -n
1. aus einem Stahlblock gewalzter, langgestreckter, profilierter Stab, auf dem sich Schienenfahrzeuge vorwärtsbewegen: d. Zug, Bahn, Kran läuft, fährt auf Schienen; die Schienen erneuern, befestigen, (ver)schweißen, (ver)legen; das Gewirr der Schienen auf dem Güterbahnhof; der letzte Wagen des Zuges ist aus den Schienen gesprungen (entgleist) /übertr./ Eisenbahn: per S. ins Ausland reisen; die Beförderung vieler Güter hat sich von der S. auf die Straße verlagert;
2. profilierter Stab oder Leiste aus Holz, Eisen oder Stahl
a) der als Lauf- oder Führungsschiene für bewegliche Teile dient: der Aufzug gleitet, von einer S. gehalten, empor; die Schiebetür rollt auf einer in den Boden eingelassenen S.; der Balg der Kamera gleitet auf einer S. nach vorn, wenn man ihn herauszieht; das Werkstück wird von einer S. automatisch in Position gebracht; eine neue S. einziehen;
b) der zum Zusammenhalten oder Armieren von Teilen, zum Schutz oder zur Zierde dient: das Mosaik wird mit einer S. zusammengehalten;
c) der als Lineal dient, Reißschiene
d) der als stromleitender Teil in elektrischen Kraft-, Schalt- und Umspannwerken dient
3. Med. aus biegsamem oder festem Material, bes. Holz, Blech, Draht, hergestellte Stütze, mit der man Gliedmaßen oder Gelenke, bes. bei Knochenbrüchen richtet, ruhigstellt: den Arm in einer S. tragen; nach einer Woche wurde die S. wieder abgenommen; mit einer S. kann man eine Verschiebung der Knochenenden verhindern;
4. hist. Arm oder Bein bedeckender Teil der Ritterrüstung

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