Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

Schild, das

1Schild, das; -(e)s, -er
1. ein Zeichen oder eine Aufschrift tragende Tafel oder Platte aus Holz, Metall oder Pappe: ein S. anbringen, aushängen, befestigen, annageln, entfernen; Schilder, ein S. beschriften, malen; die Schilder im Straßenverkehr; das S. am Haus, Tor; das S. (Türschild) putzen vor dem Wirtshaus hängt ein altes S. (Aushängeschild)
2. /Verkl.: Schildchen/ Etikett: Kisten, Dosen, Gläser mit Schildern bekleben; den Heftdeckel mit einem S. versehen; ein S. an den Koffer hängen; das S. von der Flasche, dem Kleidungsstück entfernen; d. Gepäckträger, Pförtner hat ein Schildchen an der Mütze, am Rock;

WDG, 4. Band, 1974

Schild, der

2Schild, der; -(e)s, -e
1. im Altertum, Mittelalter und bei Naturvölkern gebrauchte Schutzwaffe, die aus einer meist runden oder ovalen, leicht gekrümmten Platte besteht und am Arm getragen wurde: ein runder, spitzer S.; S. und Speer; den S. am linken Arm halten, tragen; sein Wappenzeichen im S. führen; jmdn., sich mit dem S. decken /bildl./ geh. jmdn. auf den S. heben (jmdn. zu seinem Leitbild erklären) /übertr./ etw. (Böses) gegen jmdn. im Schilde führen (vorhaben, heimlich beabsichtigen)
2. hist. Hauptteil des Wappens in der Form von 1 mit der für den Eigentümer kennzeichnenden Figur: So zeigte ein kleiner dreieckiger Schild noch kaum erkennbar das älteste einfache Wappenbild des Geschlechtes G. Keller 4,755 (Gr. Heinrich)
3. Mützenschirm: der S. der Offiziersmütze;

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Zitationshilfe
„Schild“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schild>, abgerufen am 21.09.2020.

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