Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schlacke, die

Schlacke, die; -, -n
1. Rückstand
a) bei einer Verbrennung fester Brennstoffe: den Ofen von der S. reinigen; die S. der Kohle; der Koks bildet S.; der Weg war mit schwarzer S. ausgebessert;
b) bei der Verhüttung von Erzen: flüssige S.; bei diesem Ofen kann die S. dauernd abfließen; die S. enthielt noch einen hohen Prozentsatz Metall;
c) des Stoffwechsels im Gewebe und im Verdauungskanal: Stoffwechselprodukte und Schlacken werden in der Leber entgiftet; die kranken Nieren sind nicht in der Lage, die S. des Stoffwechsels zu beseitigen;
d) /übertr./ Überrest: [Marx, der] damit das Klassenbewußtsein des Proletariats von allen Schlacken der alten Form befreit Neue Justiz 1968
2. Lava: als einziger, dauernd tätiger Vulkan [wirft er] mit lautem Gepolter seine glühenden Schlacken 80 und mehr Meter in die Höhe Urania 1958

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Zitationshilfe
„Schlacke“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schlacke>, abgerufen am 27.10.2020.

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