Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schlagwort, das

-wort, das
1. /Pl.-worte, auch -wörter/ viel gebrauchtes mobilisierendes Wort, Wortgruppe oder Losung, womit in gedrängter Form eine Forderung, bes. eine politisch-ideologische Forderung, zum Ausdruck gebracht wird und die Meinungs- und Bewußtseinsbildung gefördert werden soll /dient im Kap. oft der Verschleierung der wirklichen Verhältnisse/: die Schlagworte der Französischen Revolution waren Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit; Alle Macht den Räten war ein sehr wirksames S.; Der Mythos solcher Schlagworte wie moderne Industriegesellschaft, soziale Marktwirtschaft, Wohlstand für alle und anderer soll die realen Macht- und Herrschaftsverhältnisse [in der westdeutschen Gesellschaft] verhüllen Urania 1966; oft abwertend abgegriffene Redensart, Gemeinplatz: mit Schlagworten um sich werfen; vieldeutige, angelesene Schlagworte; das moderne S. von der schlanken Linie; wir müssen auf Argumente verzichten, die oftmals leider zu Schlagworten geworden sind Steenbeck Wissen 41
2. /Pl.-wörter, auch -worte/ Buchw. einzelnes Wort, Stichwort, Kennwort, das den Inhalt eines Buches andeutet und oft dem Buchtitel entnommen ist: ein nach Schlagwörtern geordneter Katalog;

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Zitationshilfe
„Schlagwort“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schlagwort>, abgerufen am 25.10.2020.

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