Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schleuse, die

Schleuse, die; -, -n
1. Techn. Anlage zur Regulierung des Wassers
a) Klappe, Tor zum Anstauen oder Freigeben des Wassers: die Schleusen eines Stausees, Teiches, Flusses; die S. öffnen, ziehen, schließen; bei der Sturmflut brachen die Schleusen des Deiches /bildl./ spött. die Schleusen seiner Beredsamkeit ziehen (viel und lange zu reden beginnen) die Schleusen des Himmels öffneten sich (es regnete stark)
b) zwischen zwei Wasserstraßen mit unterschiedlicher Höhe der Wasserspiegel befindliche Anlage, wobei ein Schiff durch ein Tor in eine Kammer gelangt, in der durch Füllung oder Entleerung das Schiff auf den erforderlichen Wasserspiegel gehoben oder gesenkt werden kann: die Schleusen eines Kanals; die Tore der S. öffnen, schließen; in eine S. einfahren; aus einer S. ausfahren; Dann wurden wir in den Schleusen [des Panamakanals] emporgehoben Weitendorf Logbuch 134
c) Stelle, wo die Abwässer auf Straßen und Plätzen in unterirdische Kanäle, Rohre abgeleitet werden: die Schleusen konnten das viele Regenwasser kaum fassen;
2. abgetrennter Raum, in dem jmd., um Schädigungen, Infektionen zu verhindern, mit Schutzkleidung versehen wird, ehe er andere Räume betreten darf: die Arbeitsräume des chemischen Laboratoriums sind durch Schleusen voneinander getrennt; Erst nach dem Passieren einer aseptischen Schleuse … dürfen Arzt und Pflegepersonal auf diese Station [von Frühgeburten] Gesundheit 1960

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Zitationshilfe
„Schleuse“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schleuse>, abgerufen am 22.09.2020.

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