Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schliff, der

1Schliff, der; -(e)s, -e
1. /ohne Pl./ das Schleifen, Glätten: der S. eines Edelsteins erfordert große Geschicklichkeit;
2. durch Schleifen geschaffene (glatte, glänzende) Form der Oberfläche: der schöne S. eines Diamanten, einer Kristallschale; die Schliffe in den steilen Wänden des Berges sind das Werk eines Gletschers am Ende der Eiszeit;
3. /ohne Pl./ Glätte, Geschliffenheit, Vollkommenheit: der S. seiner Ausdrucksweise machte auf alle großen Eindruck; einer Sache den letzten S. geben etw. bis in feinste Einzelheiten ausarbeiten, gestalten: dem Auto, Neubau wurde nun der letzte S. gegeben; das Schiff erhielt in der Werft den letzten S.; /übertr./ umg. gutes Benehmen: er hat keinen S.; ihm fehlt der S.; jmdm. den letzten S. geben, beibringen; den letzten S. bekommen;

WDG, 5. Band, 1976

Schliff, der

2Schliff, der; -(e)s, -e
ostmitteldt. unausgebackene, klitschige Stelle im Brot oder in anderem Backwerk: er hat S. gebacken; /übertr./ salopp S. backen Mißerfolg haben, scheitern: damit hast du gründlich S. gebacken; mit einem solchen Vorschlag wirst du bei ihm S. backen

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Zitationshilfe
„Schliff“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schliff>, abgerufen am 15.08.2020.

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