Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schmelz, der

Schmelz, der; -es, -e /Pl. ungebräuchl./
1. /ohne Pl./ geh. weicher Ausdruck, bes. des Gesichts: der (zarte) S., der auf ihrem jugendlichen Gesicht lag; der S. der (ersten) Jugend; der S. ihres Wesens; weicher Klang, Wohllaut: der S. seiner Stimme; der S. einer italienischen Arie, des Klanges; weicher, zarter Glanz, bes. von Farben: der S. seiner Augen, der Farben eines Gemäldes; Über den feuchten Wiesen schien mild die Vorfrühlingssonne und tauchte die fernen umgrenzenden Wälder in zarten Schmelz Th. Mann 7,261 (Königl. Hoheit) ; Als wir … weit über den vom Schmelz der Sonne überzogenen See ausschauten Becher 4,313 (Abschied)
2. glänzender, sehr harter, porzellanartiger Überzug der Zahnkrone
3. veralt. Emaille: einen silbernen Globus, auf welchem in blauem Schmelz der Sternhimmel abgebildet war Ric. Huch Dreißigjähr. Krieg 1,146

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Zitationshilfe
„Schmelz“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schmelz>, abgerufen am 13.08.2020.

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