Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schmutz, der

Schmutz, der; -es, /ohne Pl./
das, was etw. verunreinigt, Dreck, Staub: bei dem nassen Wetter war viel S. auf der Straße, brachte man den S. mit ins Haus; die Handwerker hinterließen viel S. in der Wohnung; diese Arbeit macht keinen S.; S. unter, hinter, auf dem Schrank, unter dem Fingernagel; den S. auf-, zusammenfegen, abwaschen, -wischen, von den Schuhen kratzen, bürsten; dieses Kleidungsstück nimmt leicht S. an; dieses Waschmittel holt schnell, leicht, gut den S. aus der Wäsche; mit einem Fahrzeug im S. steckenbleiben; das Kind lief durch den größten S., ist in den S. gefallen; die Jungen haben sich mit S. beworfen; er war über und über mit S. bedeckt; vor S. starren; diese Vögel werfen ihren S. (Kot) aus dem Nest /übertr./ jmdn. mit S. bewerfen (jmdn. verleumden, beleidigen) etw., jmdn. in, durch den S. ziehen, in den S. treten etw., jmdn. verunglimpfen, schlechtmachen: jmds. Liebe, Ehrlichkeit, seinen besten Freund in den S. ziehen; er verwarf seine Kunst, trat sie in den Schmutz Zech Rimbaud 43; dir ist es schon ganz gleichgültig geworden, ob dein ehrlicher Name vor den Gerichten in den Schmutz gezerrt wird Fallada Trinker 58; umg. abwertend Kübel von, voll S. über jmdn., jmdm., etw. ausgießen (jmdn., etw. in starkem Maße unflätig beschimpfen, übel verleumden) jmdn. mit Kübeln von S. übergießen; S. (das Unanständige, moralisch nicht Einwandfreie) und Schund in der Literatur, in den Publikationen ausmerzen

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Zitationshilfe
„Schmutz“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schmutz>, abgerufen am 07.08.2020.

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