Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schnur, die

Schnur, die; -, Schnüre/ selten Schnuren /Verkl.: Schnürchen;
vgl. Schnürchen / aus dünneren Fäden, Fasern gedrehter, geflochtener, etwas dickerer Faden, Kordel: eine dicke, dünne, feste, kurze, lange S.; eine S. aus Hanf, Leinen, Papier, Seide; eine S. aufknoten, ausspannen, (zum Knäuel) aufwickeln, (vom Knäuel) abwickeln; Perlen auf eine S. fädeln, reihen, ziehen, von der S. streifen; den Drachen an der S. halten; die Schnüre des Zeltes anziehen; an der S. des Vorhanges, der Gardine ziehen; die Arbeiter richten sich beim Mauern, Pflastern, Pflanzen nach einer ausgespannten S.; Marionetten hängen an Schnüren, werden mit Schnüren gelenkt, bewegt; sie trug zum Kostümball ein Husarenjäckchen mit vielen Schnüren und Knöpfen; die S. (das elektrische Kabel) des Bügeleisens ein Paket mit einer S. (Bindfaden) verschnüren /bildl./ Da sprüht es plötzlich von oben herunter, dann rauscht der Regen schnell, in dichten Schnüren Tucholsky Ganz anders 80; Am tiefen Nachthimmel glüht die Schnur der Bogenlampen sanft und hell Fallada Blechnapf 130; /übertr./ umg. etw. geht nach der S. (verläuft ordnungsgemäß und ohne Stocken) über die S. hauen, schlagen (die Grenze des Schicklichen, Erlaubten überschreiten, leichtsinnig, ausgelassen sein)

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„Schnur“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schnur>, abgerufen am 24.09.2020.

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